Der KFC Uerdingen verkaufte sich prächtig beim 1:4 (n.V.) im Niederrheinpokalspiel gegen Rot-Weiss Essen. Von einem Klassenunterschied war nichts zu sehen.

KFC Uerdingen

Kubo kann RWE nur kurz ärgern

Christian Lock
12. Oktober 2015, 13:07 Uhr
Foto: Gröner

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Der KFC Uerdingen verkaufte sich prächtig beim 1:4 (n.V.) im Niederrheinpokalspiel gegen Rot-Weiss Essen. Von einem Klassenunterschied war nichts zu sehen.

Als Takehiro Kubo in der Sommerpause vom Ligakonkurrenten TuS Bösinghoven (inzwischen TSV Meerbusch) zum KFC Uerdingen wechselte, hatte er unmittelbar zuvor auch ein Probetraining beim RWE absolviert. Zu einer Verpflichtung kam es nicht, weswegen er am gestrigen Sonntag eben nicht im Dress des RWE, sondern im Rot-Blau des Niederrheinpokal-Gegners KFC Uerdingen auflief.

Um ein Haar hätten die Essener diese Entscheidung womöglich bitter bereut, denn es war Takehiro Kubo, der in der 24. Minute den KFC nach zwischenzeitlichem Rückstand wieder zurück ins Spiel brachte, als er mit einem wunderschönen Kopfball die Kugel zum 1:1-Ausgleich im Essener Gehäuse versenkte und damit letztlich auch dafür sorgte, dass die Partie in die Verlängerung gehen musste. Auch ansonsten hinterließ der Japaner im niederrheinischen Pokalfight einen überaus guten Eindruck.

Weder sein Tor, noch die gute Leistung trösteten Kubo allerdings über die unglückliche Niederlage seiner Mannschaft hinweg, die gerade in der ersten Hälfte den Klassenunterschied praktisch nivellierte. "Wir haben gut gespielt", meinte er sichtlich enttäuscht. "Der Gegner war aber physisch extrem stark", fügte er hinzu und machte hiermit darauf aufmerksam, was den Essenern vielleicht - gerade über 120 Minuten - zum entscheidenden Vorteil gereichte. Frustriert sei er schon, gerade über das am Ende dann doch etwas zu hoch ausgefallene Ergebnis, trotzdem habe sein Team erhobenen Hauptes vom Platz gehen können. Die anstehenden Aufgaben in der Oberliga Niederrhein können die Krefelder nun immerhin mit dem Bewusstsein in Angriff nehmen, sich auch vor höherklassigen Teams keineswegs verstecken zu müssen.

Autor: Christian Lock

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