Schalkes Shootingstar Leroy Sané ist auch beim U21-Startelfdebüt für Deutschland voll eingeschlagen.

Sané im Interview

"Eher erträumt als erwünscht"

11. Oktober 2015, 20:42 Uhr
Foto: firo

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Schalkes Shootingstar Leroy Sané ist auch beim U21-Startelfdebüt für Deutschland voll eingeschlagen.

Er spielte erstmals von Beginn an für die deutsche U21-Nationalmannschaft und führte das Team am Freitagabend mit zwei Toren gleich zum 4:0-Sieg über Finnland in der EM-Qualifikation. Schalkes Leroy Sané war am Freitag in seiner Geburtsstadt Essen Matchwinner der Hrubesch-Elf.

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Leroy Sané, ist Ihr Startelf-Debüt so gelaufen, wie Sie sich es erwünscht oder erträumt hatten?
Eher so wie erträumt als erwünscht. Wenn man gleich beim Startelf-Debüt ein Tor schießt, kommt das immer gut rüber. So kann man dem Trainer gleich zeigen, dass es richtig war, einen aufzustellen.

War das 4:0 ein gerechtes Ergebnis oder hätte das Spiel noch klarer ausgehen müssen?
In der ersten Halbzeit haben wir einige Chancen liegen lassen. Das hätten wir noch besser ausspielen können, aber zu kritisch brauchen wir nach solch einem Ergebnis auch nicht zu sein.

Es war viel Spielfreude zu sehen. War das auch Ihr Empfinden?
Auf jeden Fall. Die Mannschaft hatte richtig Bock, das war vor allem in der ersten Halbzeit zu sehen, im zweiten Durchgang fehlte etwas der Zug zum Tor.

Das macht es schon einen Tick einfacher
Leroy Sané reiste mit Selbstvertrauen an

Wie gut haben Sie sich in der Mannschaft schon eingefunden? Die Truppe wurde im Sommer ja neu zusammengestellt.
Ich denke, wir haben uns schon sehr gut aneinander gewöhnt. Wir kommen auf und neben dem Platz schon sehr gut miteinander klar. Es gibt noch Details zu verbessern, aber ich glaube die Mannschaft macht das schon sehr gut.

Im Verein läuft es bisher auch sehr gut. Reist man dann mit besonders großem Selbstvertrauen zur Nationalmannschaft oder sind das zwei ganz verschiedene Paar Schuhe?
Wenn es im Verein gut läuft, ist man natürlich viel besser drauf und bringt ein ganz anderes Selbstbewusstsein mit, als wenn es nicht so läuft – oder man vielleicht selber auch nicht so oft zum Einsatz kommt. Das macht es schon einen Tick einfacher.

Mit drei Schalkern stellt Ihr Verein die größte Fraktion in der U21. Hilft das auch?
Klar, das freut mich sehr, dass wir zu dritt sind. Gerade weil ich mit den beiden anderen (Leon Goretzka und Max Meyer, Anm. d. Red.) sehr gut klarkomme.

Auf Schalke spielen Sie mit einer blauen Manschette an der Hand, hier mit einer weißen. Wann aber können Sie auf die Schiene nach Ihrem Haarriss im Knochen verzichten?
Ich denke und hoffe, dass ich Sie in einer guten Woche ablegen kann.

Oder wird die Schiene noch zu einem Glücksbringer? Seitdem Sie den Verband tragen, scheint es ja besonders gut zu laufen...
Bisher läuft es tatsächlich richtig gut. Mal sehen, sollte es demnächst ohne Schiene mal nicht mehr so rund laufen, dann lege ich sie vielleicht einfach wieder an (lacht).

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