Die Offensive von Rot-Weiss Essen hat in dieser Saison bislang nur teilweise überzeugen können. Die Torausbeute der Defensivspieler kann sich aber sehen lassen.

RWE

Die Innenverteidiger müssen es richten

12. Oktober 2015, 11:07 Uhr
Foto: Frank Gröner

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Die Offensive von Rot-Weiss Essen hat in dieser Saison bislang nur teilweise überzeugen können. Die Torausbeute der Defensivspieler kann sich aber sehen lassen.

[person=2110]Gino Windmüller[/person] strahlte. "Das ist ja mein Ding, nach Standards zu treffen." Der Treffer zum 2:1 nach einer Ecke von Benjamin Baier war zwar erst sein zweites Pflichtspieltor – aber erneut ein wichtiges. In der Liga hatte er schon das 1:1 gegen Rödinghausen erzielt und RWE dadurch einen Punkt gesichert.

Nicht nur Windmüller, sondern auch sein Nebenmann [person=3671]Philipp Zeiger[/person] traf in Uerdingen. Zusammen schraubten die beiden Innenverteidiger die gute Bilanz der Essener Defensivspieler in die Höhe. Insgesamt sieben Pflichtspieltreffer haben Zeiger (2), Windmüller (2) sowie Moritz Fritz (2) und Leon Binder (1) bereits erzielen können. Darunter auch weitere wichtige Treffer wie Zeigers 1:0 gegen Viktoria Köln oder das späte Siegtor von Kapitän Fritz gegen Wegberg-Beeck.

"Es ist glaube ich nicht so entscheidend wichtig, wer die Tore macht", betonte Windmüller aber gleich – wie es sich für einen Profi gehört. Trotzdem wollte er nicht verhehlen: "Es ist schön, dass ich meinen Teil zum Weiterkommen beitragen konnte."

Der Erfolg ist von großer Bedeutung für RWE, schließlich ist der erneute Einzug in den DFB-Pokal das klare Ziel. Der Gegner aus Uerdingen hatte es den Rot-Weissen aber nicht leicht gemacht. Der Platz tat sein Übriges. "Es war schwierig, auf dem Platz zu spielen. Der war erstens tief und zweitens waren viele Löcher drin. Es gab ein paar Stockfehler, aber wir haben versucht, das Spiel nach der Führung ruhig runter zu spielen und vor allem keinen mehr zu kassieren, etwa über einen blöden Konter", erklärte Windmüller.

Die Stimmung auf Essener Seite war nach dem Abpfiff gelöst. Im Pokal spielt das "Wie" schnell keine Rolle mehr, wenn am Ende das Weiterkommen steht. Und Windmüller hat erneut einen Fortschritt im Essener Spiel gesehen: "Ich glaube, es ist ein gutes Zeichen, dass wir uns die ganze Zeit sicher waren, dass wir das Ding nach Hause fahren würden."

Nun muss es auch in der Liga gegen die Sportfreunde Lotte klappen. "Ich hoffe, wir legen da noch mal ein, zwei Tore nach", sagte Windmüller. Angesichts der aktuellen Bilanz wäre es nicht besonders verwunderlich, wenn eines davon durch einen Defensivspieler erzielt wird.

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