Durch den 2:1-Sieg gegen den SC Paderborn II baute die TSG Sprockhövel in der Fußball-Oberliga ihren ohnehin schon komfortablen Vorsprung noch einmal aus.

OL Westfalen

Die TSG Sprockhövel setzt sich weiter ab

Heiner Wilms
11. Oktober 2015, 11:00 Uhr
Foto: Tillmann

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Durch den 2:1-Sieg gegen den SC Paderborn II baute die TSG Sprockhövel in der Fußball-Oberliga ihren ohnehin schon komfortablen Vorsprung noch einmal aus.

Die Mannschaft von Trainer Andrius Balaika hat sich jetzt schon ein beachtliches Polster angelegt, denn der Tabellenzweite SV Lippstadt verlor gegen den DSC Arminia Bielefeld II mit 0:1 und hat jetzt schon sieben Punkte Rückstand auf die TSG. Neuer Tabellendritter ist Arminia Bielefeld II, das acht Punkte hinter der TSG liegt.

Sprockhövel ist in der Liga im Augenblick das Maß aller Dinge, die Konkurrenz, die die junge Mannschaft vor der Saison nicht ganz ernst genommen und als Punktelieferant gesehen hatte, schaut inzwischen mit Respekt und Bewunderung in Richtung Baumhof. Andrius Balaika lobte nach dem Abpfiff den großen Siegeswillen seiner Mannschaft. Der Litauer sprach auch von einem „Arbeitssieg“.

Ein solcher war es wohl wirklich, denn die Sprockhöveler mussten für die drei Punkte diesmal alles in die Waagschale werfen. Denn die Paderborner traten weitaus stärker auf, als man es von einer Mannschaft erwarten kann, die in den Abstiegskampf verwickelt ist. Aber Balaika hatte ja schon im Vorfeld der Partie darauf hingewiesen, dass man einen Gegner tunlichst nicht nach dem Tabellenstand beurteilen solle.

Die Sprockhöveler begannen die Partie kontrolliert. Wenn sich aber die Möglichkeit bot, dann setzten sie Paderborn mit ihrem Gegenpressing unter Druck. Zunächst fehlte zwar noch die Präzision im Abschluss, doch in der 21. Minute durfte zum ersten Mal gejubelt werden. Über Christopher Antwi-Adjej und Tim Dudda kam der Ball zu Emre Karaca, der zum 1:0 einschoss.

Traumtor von Antwi-Adjej

Die TSG war also in der Spur, doch die Paderborner wehrten sich. Und nach einem schnellen Gegenzug ihrerseits kamen sie in der 30. Minute durch Admir Saric zum Ausgleich. Der Treffer zeigte auch Wirkung. Denn plötzlich stockte der Spielfluss der Sprockhöveler, die an dem Ausgleich schon etwas zu knabbern hatten. Doch nicht allzu lange.

Es war schon von Beginn an ein flottes Spiel, doch im zweiten Durchgang erhöhten die Hausherren das Tempo dann noch einmal. Allerdings hatten sie Mühe, die kompakt stehende Deckung der Gäste auszuhebeln. Aber wenn das so ist, dann braucht es manchmal auch ganz außergewöhnliche Momente. Und dafür sorgte Christopher Antwi-Adjej in der 75. Minute. Nach einer Flanke von der rechten Seite schraubte sich der schnelle und geschmeidige Offensivmann hoch in die Luft und besorgte mit einem Fallrückzieher das 2:1. Ein wunderschöner Treffer. Ein spektakulärer, den man auch in höheren Ligen nur selten sieht. Andrius Balaika brachte es dann auf den Punkt. „Ein absolutes Traumtor.“

Autor: Heiner Wilms

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