Mitte der 1960er Jahre gab es einen TV-Renner, der sich mit einem deutschen Kriegsgefangenen auf der Flucht beschäftigte.

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Eigengewächs Bulut ist der Shootingstar im VfL-Trikot

13. Oktober 2015, 09:07 Uhr
Foto: firo

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Mitte der 1960er Jahre gab es einen TV-Renner, der sich mit einem deutschen Kriegsgefangenen auf der Flucht beschäftigte.

Der Titel: So weit die Füße tragen. Das könnte auch das Motto von Onur Bulut sein, den die Statistiken der laufenden Saison meist mit den Bestwerten in Sachen Laufleistung ausweisen.

Bochums Eigengewächs ist der Shootingstar der jungen Spielzeit. Heimlich, still und fast unbemerkt hat er sich in der Vorbereitung einen Stammplatz erkämpft. Trotz der immer größer werdenden Konkurrenz hat er den Platz bislang verteidigt: „Das gibt Selbstvertrauen.“ Dass Bulut mittlerweile Woche für Woche gefordert ist, um mit konstanten Leistungen in der Stammelf zu bleiben, stört ihn nicht. Selbstbewusst stellt Bulut fest: „Konkurrenz belebt das Geschäft.“

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In den ersten Jahren schlüpfte Bulut in die Rolle des Allrounders. Man gewann den Eindruck: Überall ist er gut, aber nirgends gut genug. Bis Gertjan Verbeek kam. Der Niederländer setzte ihn in der Vorbereitung beim Spiel gegen Duisburg auf der rechten Offensivseite ein. Eine Position, die Bulut auf den Leib zugeschnitten scheint. „Hier habe ich die Möglichkeit nach vorne und nach hinten zu arbeiten und kann auch mal in die Mitte ziehen. Das gibt mir viele Freiheiten“, sagt der Spieler selbst.

Und seine Spielweise gefällt offensichtlich auch seinem Trainer. „Ich habe schon gegen Ende der Rückrunde gemerkt, dass der Trainer in meiner Spielweise irgendetwas sieht, dass ihm gefällt“, sagt Bulut. Der Durchbruch kam beim Test in Duisburg und beim anschließenden Spiel in Oberhausen. „Zwei Vorlagen an der Wedau, das Siegtor in Oberhausen – ich glaube, ich habe meine Chance genutzt.“

Die Zahlen unterstreichen das: Konnte Bulut in den zwei Jahren davor gerade mal ein Tor und eine Vorlage verbuchen, so waren es in dieser Saison schon zwei Treffer und drei Vorlagen. „Es läuft wirklich gut, aber es kann noch besser werden“, denkt der offensive Mittelfeldspieler, der ganz genau weiß, wo der Schuh noch drückt: „Ich muss einfach auf meiner Position noch deutlich torgefährlicher werden.“

Daran arbeitet er verbissen und stets bis zur Erschöpfung. Doch während er bei hochsommerlichen Temperaturen in der Vergangenheit durch Probleme mit dem Blutzuckerwert gesundheitliche Schwierigkeiten hatte, stellt er jetzt fest: „Das habe ich im Griff.“ So wie momentan alles.

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