Vom 17. Oktober bis zum 08. November findet in Chile die U17-WM statt. Mit dabei auch fünf Nachwuchskicker der Revierklubs.

U17-WM

Talente aus dem Revier fahren nach Chile

10. Oktober 2015, 09:28 Uhr
Foto: VfL Bochum

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Vom 17. Oktober bis zum 08. November findet in Chile die U17-WM statt. Mit dabei auch fünf Nachwuchskicker der Revierklubs.

Nicht mehr lange, dann starten die deutschen U17-Junioren ihr Abenteuer WM. Vom 17. Oktober bis 08. November muss sich der DFB-Nachwuchs in Chile gegen die Talente aus 19 weiteren Nationen behaupten. In der Gruppe C trifft das Team von Christian Wück auf Australien (18.10., 21 Uhr), Argentinien (22.10., 1 Uhr) und Mexiko (25.10., 0 Uhr). Auch aus dem Revier reisen Nachwuchskicker mit nach Südamerika: Dzenis Burnic und Felix Passlack von Borussia Dortmund, Erdinc Karakas vom FC Schalke 04 sowie Gökhan Gül und Görkem Saglam (beide VfL Bochum). Am Freitag geht es für die Fünf los.

Und sie sind mächtig aufgeregt. Schließlich ist es für alle die erste Teilnahme an einer Weltmeisterschaft. Und dann geht es gleich nach Chile. „Ich war noch nie aus Europa raus, noch nie so lange von zu Hause weg“, erklärt Bochums Saglam. „Ich freue mich mega auf das Turnier.“

[imgbox-right]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/074/327-75393_preview.jpeg Es kann losgehen: Görkem Saglam hat seine sieben Sachen auf jeden Fall schon gepackt.[/imgbox]

Schalkes Erdinc Karakas geht es nicht anders. „Ich freue mich vor allem auf unsere Mannschaft und darauf, mich mit den besten Teams der Welt messen zu dürfen“, lässt der Innenverteidiger wissen.

Auch wenn die Nachwuchsspieler ihre Zeit genießen sollen, ein Zuckerschlecken wird die Reise ganz und gar nicht. Wenn es am Freitag für die Revierkicker zunächst mit dem Zug zum ersten Treffpunkt in Frankfurt geht, dann sind die nächsten Wochen genau durchgetimt. Für Freizeit bleibt kaum Zeit. Zumal die Jungs diese nutzen müssen, um den verpassten Stoff in der Schule nachzuholen. Zum Glück haben alle – sofern sich das DFB-Team für die K.o.-Phase qualifiziert – während des Aufenthalts in Chile zwei Wochen Herbstferien. Sonst würde der Tagesordnungspunkt „Schule“ wohl noch häufiger im Zeitplan auftauchen.

[infobox-left]Info: Gerne hätten wir auch den einen oder anderen Spieler von Borussia Dortmund zu Wort kommen lassen, doch der Verein teilte mit, „dass die Herren Burnic und Passlack nicht für das Interview zur Verfügung stehen“.[/infobox]

Damit die Spieler nicht zu viel verpassen, reisen extra zwei Lehrer mit. Lisa Volk ist für den Bereich Sprachen zuständig, Nicolas Lach kümmert sich um Mathematik und Naturwissenschaften. Lieber würden die Jungs natürlich in ihrer Freizeit etwas anderes machen, als Bücher wälzen. Doch die meisten von ihnen kennen die Situation. Erfolg verpflichtet eben. Karakas sieht es positiv: „Ich finde es gut, dass Lehrer mit dabei sind. Man verpasst natürlich Stoff in dieser Zeit. Ohne die Lehrer wäre es sehr, sehr schwierig nach dem Turnier schnell wieder reinzukommen.“

Ich zähle schon langsam die Stunden bis zum Abflug
Görkem Saglam, VfL Bochum

Doch das Kartenspiel, das Saglam eingepackt hat, wird er mit seinen Teamkollegen auch nutzen können. Zwischen Abendessen (ca. 19 Uhr) und Bettruhe (22.00 Uhr) liegen ein paar Stunden, die die Spieler zur freien Verfügung haben. Da können sie dann auch mal mit der Familie in der Heimat Kontakt aufnehmen. „Mein iPhone nehme ich auf jeden Fall mit“, erklärt Saglam. Auf die WhatsApp-Nachrichten will der Bochumer auf keinen Fall verzichten. Mehr ist allerdings nicht drin. „Die Telefonkosten sind aus Chile auf jeden Fall zu hoch“, weiß der 17-Jährige.

Für alle Jungs aus dem Revier wird die Weltmeisterschaft ein großes Abenteuer werden. „Ich bin wahnsinnig gespannt, was uns in Amerika erwartet“, sagt Gül. „Das ist schon eine Reise in eine andere Welt.“ In ihrem Alter haben sicherlich noch nicht viele eine derartige Reise unternommen. 24 Stunden dauert es, bis das DFB-Team von Frankfurt aus im Hotel in Chillan (Chile) angekommen ist. Eine lange Zeit. Und trotzdem freut sich Saglam auf die Reise: „Ich zähle jetzt schon langsam die Stunden bis zum Abflug.“ Lange ist es nicht mehr...

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