Für eine Überraschung sorgen will Landesligist VfB Homberg am Sonntag in der 2. Runde des Westfalenpokals. Gegner ist dann Oberligist Germania Ratingen.

VfB Homberg

Janßen gibt sich vor Pokalspiel mutig

Hendrik Niebuhr
09. Oktober 2015, 16:07 Uhr
Foto: Ketzer

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Für eine Überraschung sorgen will Landesligist VfB Homberg am Sonntag in der 2. Runde des Westfalenpokals. Gegner ist dann Oberligist Germania Ratingen.

In der letzten Saison waren beide Mannschaften noch Ligakonkurrenten, doch während Ratingen die Spielzeit auf dem dritten Rang beendete, stiegen die Homberger sang- und klanglos als Tabellenletzter ab. Dementsprechend sieht Trainer Stefan Janßen die Kräfteverhältnisse zumindest auf dem Papier klar verteilt: "Ratingen ist eine ordentliche Oberliga-, wir eine mittelmäßige Landesligamannschaft."

Und dennoch ist Janßen weit davon entfernt, die Partie schon im Voraus abzuschenken, sondern kündigt ein mutiges und forsches Auftreten seiner Mannschaft an: "Ich zahle gerne die nötigen 2,50 Euro, aber der Pokal hat seine eigenen Gesetze", ist sich der Homberger Trainer nicht zu schade für die berühmteste aller Pokalfloskeln. "Wir haben ja nichts zu verlieren. Pokalspiele gegen solche Gegner sind immer tolle Erlebnisse, deshalb ist das auch so ein klasse Wettbewerb", ist die Vorfreude auf das Highlight bei den Hombergern spürbar.

Für die Ratinger hat Janßen indes nur lobende Worte übrig: "Ich kenne den Klub sehr gut. Das ist ein Top-Verein mit einer Top-Jugend und optimalen Führung. Mit Peter Radojewski haben sie zudem einen klasse Trainer. Es erwartet uns auf jeden Fall ein harter Brocken. Aber der Pokal lebt doch von Mut und Risiko", hält er seine Mannschaft nicht für chancenlos.

Zumal in der Liga zuletzt ein stetiger Formanstieg zu spüren war. Nach schleppendem Saisonstart hat sich der Oberliga-Absteiger peu à peu nach vorne gearbeitet. Die letzten vier Spiele wurden alle gewonnen, am Mittwochabend gab es einen deutlichen 6:0-Auswärtssieg bei der Reserve des SV Hönnepel-Niedermörmter. "Das war eine super Leistung", zeigte sich Janßen hochzufrieden mit dem Auftritt seines Teams, mahnte jedoch gleichzeitig auch davor, am Boden zu bleiben: "Wir werden jetzt nicht euphorisch, denn wir wissen, wo wir herkommen. Am Anfang der Saison hatten wir auch schwache Ergebnisse, weshalb ich etwas demütig bin."

Autor: Hendrik Niebuhr

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