Die 0:3-Niederlage gegen den VfR Krefeld-Fischeln muss der Wuppertaler SV so schnell wie möglich abhaken. Am Samstag steht der Pokal an.

Wuppertaler SV

Bölstler stellt Pokal-Teilnahme infrage

08. Oktober 2015, 11:51 Uhr
Foto: Deutzmann

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Die 0:3-Niederlage gegen den VfR Krefeld-Fischeln muss der Wuppertaler SV so schnell wie möglich abhaken. Am Samstag steht der Pokal an.

Für Trainer Stefan Vollmerhausen ist das Spiel beim VfL Rhede (Samstag, 14 Uhr) "ein wichtiges Pokalspiel". Deshalb hat er sich und seiner Mannschaft auch verordnet, die jüngste 0:3-Niederlage beim VfR Fischeln so schnell wie möglich zu den Akten zu legen und nach vorne zu schauen. "Wer solche Fans hat, den wirft das nicht aus der Bahn", erklärt der WSV-Coach, der schwer davon angetan ist, wie die Mannschaft trotz der Niederlage nach dem Schlusspfiff von den eigenen Anhängern gefeiert wurde. "Der WSV wird niemals untergehn", war an der Grotenburg zu hören. "Darum werden wir uns jetzt sammeln und dann heißt es wieder Brust raus!" Schließlich geht Wuppertal als klarer Favorit in das Spiel gegen den Landesligisten aus Rhede. Und so wie am Mittwochabend in Krefeld möchte Vollmerhausen sein Team auf gar keinen Fall noch einmal sehen.

Sportdirektor Manuel Bölstler steht dem Spiel im Niederrheinpokal etwas zwiegespalten gegenüber. Auf der einen Seite weiß er um die Attraktivität für den Sieger, der am DFB-Pokal teilnimmt. Auf der anderen Seite ist es ein langer Weg, dort überhaupt erst einmal hinzukommen. Und für den WSV ist das auch ein teurer Weg. Pro Spiel muss Wuppertal mit einer guten vierstelligen Summe für Ordner aufkommen. "Da stelle ich mir die Frage, ob es sinnvoll ist für uns, so einen Pokal noch zu spielen. Bis wir im Endspiel sind, haben wir fast 20.000 Euro ausgegeben", erklärt Bölstler. Eine Summe, die der WSV nur schwer wieder reinbekommt.

Im Moment würde es dem Vollmerhausen-Team auf jeden Fall entgegenkommen, wenn es nicht am Wochenende schon wieder ran müsste. Zuletzt hatte die Mannschaft viele Englische Wochen zu absolvieren. Doch jammern hilft nicht. Schließlich wollen die Spieler ihren Fans ja auch etwas von der Unterstützung zurückgeben. Und gäbe es da schöneres, als vielleicht im nächsten Jahr im DFB-Pokal aufzulaufen...

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