Nach sechs Spieltagen führte Alemannia Aachen noch die Tabelle an und war nach der Gala-Vorstellung in Oberhausen (4:1) plötzlich so etwas wie der Topfavorit.

Aachen

Aussprache zwischen Mannschaft und Trainerteam

Krystian Wozniak
06. Oktober 2015, 15:12 Uhr
Foto: Michael Ketzer

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Nach sechs Spieltagen führte Alemannia Aachen noch die Tabelle an und war nach der Gala-Vorstellung in Oberhausen (4:1) plötzlich so etwas wie der Topfavorit.

Fünf Spieltage später sieht die schwarz-gelbe Welt anders aus. Nach nur einem Punkt aus den letzten fünf Partien hagelt es heftige Kritik in Richtung Mannschaft und Trainer. Nach dem jüngsten 1:3 in Wattenscheid wurden die Aachener von den rund 400 mitgereisten Anhängern zum Rapport gebeten. "Das ist völlig in Ordnung gewesen. Die Fans haben ein Recht darauf ihre Meinung kundzutun. So ein Austausch zwischen Mannschaft und der Anhängerschaft ist legitim. Solange dieser auch ohne Beleidigungen vonstatten geht und das war ein sehr ordentlicher Dialog", befindet Alexander Klitzpera.

Am Sonntag folgte dann im Beisam des Sportlichen Leiters eine Diskussionsrunde zwischen den Spielern und dem Trainerteam. Über 90 Minuten, wie Klitzpera verrät, sprachen sich die Aachener untereinander aus und suchten nach Lösungen. Jeder Spieler, ganz unabhängig davon ob Stamm- oder Ergänzungskraft, durfte beziehungsweise musste sogar das Wort ergreifen und erklären, warum es seiner Ansicht nach nicht läuft. "Wir sind eine Mannschaft und müssen zusammen in eine Richtung gehen. Wir müssen gemeinsam Lösungen finden und ich denke, dass wir am Sonntag einen Schritt weitergekommen sind. Am Freitag wollen wir gemeinsam mit unseren tollen Fans Fortuna Köln einen heißen Pokalfight liefern", betont Klitzpera. Aachen trifft in der 1. Runde des Mittelrheinpokals auf den Drittligisten.

Benbennek sitzt fest im Sattel

Eine Trainerdiskussion gibt es am Tivoli nicht. Klitzpera stellt sich ganz klar vor seinen Fußballlehrer Christian Benbennek und stärkt diesem den Rücken: "Christian wurde hier nach sechs Spielen abgefeiert. Jetzt soll alles schlecht sein? Nein! Das entscheidende ist immer, wie der Trainer arbeitet und unser Coach leistet gute Arbeit. Wir wollen jetzt zurück zu unser Stabilität, Kompaktheit, Geschlossenheit und den Aachener Tugenden zurückfinden. Am besten schon am Freitag."

Autor: Krystian Wozniak

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