Zweiter Sieg für Resse - diesmal war es ein richtig schmutziger. Bei Trainer Frank Conradi liegen die Nerven blank.

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Resse gelingt der Befreiungsschlag

04. Oktober 2015, 18:13 Uhr
Foto: Frank Gröner

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Zweiter Sieg für Resse - diesmal war es ein richtig schmutziger. Bei Trainer Frank Conradi liegen die Nerven blank.

"Sonntag für Sonntag ist das so", lachte der Viktoria-Coach nach dem erzitterten, aber letztlich verdienten 2:1 (1:1)-Erfolg über den SV Dorsten-Hardt. Es war der erste Heim- und der erst zweite Saisonsieg des Tabellenletzten, der allmählich wieder Anschluss an das untere Tabellenmittelfeld findet.

Dorthin ist der mit größeren Ambitionen in die Saison gestartete SV Dorsten-Hardt derweil abgerutscht. "Fußballerisch war das, was wir geboten haben, ein Totalschaden", deutete Trainer Marc Wischerhoff an, dass wesentlich mehr Potential in seiner Mannschaft steckt, als das, was sie nach dem Führungstreffer von Andreas Kauschat (10.) geboten hatte. "Wir haben aufgehört, Fußball zu spielen", analysierte der Dorstener Linienchef.

Viel mehr Gefallen als sein Pendant hatte auch Conradi nicht an dem Spiel seiner Elf: "Wir haben in dieser Saison schon bessere Spiele nicht gewonnen. Jetzt haben wir mit einer schwächeren Leistung Punkte geholt."

Auch deshalb, weil sich gegen die Wischerhoff-Elf drehte, was Resse zuvor stets das Genick gebrochen hatte: Tore, die eigentlich nicht fallen dürfen. Diesmal netzte Viktoria zweimal jeweils unter Beihilfe der Dorstener ein. Beim Ausgleich durch Coskun Ünal patzte Torhüter Emanuel Schmid (38.), und wäre Leon Einhaus gegen Dominik Hanemann in der 68. Minute nicht so ungestüm zu Werke gegangen, hätte Schiedsrichter Andre Reinike wohl nie auf den Punkt gezeigt. Mike Neumann verwandelte sicher - Dorsten war geschlagen.

"Gegen eine Mannschaft, die sich so ins Spiel beißt, kannst du nicht mit einer halbherzigen Vorstellung bestehen", nahm Wischerhoff seine Mannschaft in die Pflicht. Dass mit Jürgen Adolf, Dominik Königshausen und Athanasios Mitrentsis drei Offensiv-Kräfte ausfielen, ließ der Coach demnach auch nicht als Ausrede gelten: "Unser Kader ist breit genug, um das zu kompensieren."

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