Es war die entscheidende Szene des Spiels und am Ende gingen die Meinungen der beteiligten Akteure naturgemäß auseinander.

Uerdingen

Zwei Platzverweise ebnen KFC den Weg zum Sieg

Nils Jewko
04. Oktober 2015, 18:03 Uhr
Foto: Michael Ketzer

Foto: Michael Ketzer

Es war die entscheidende Szene des Spiels und am Ende gingen die Meinungen der beteiligten Akteure naturgemäß auseinander.

Schiedsrichter Martin Wiatrek zeigte in der 20. Minute der Partie des KFC Uerdingen gegen den MSV Duisburg II wegen einer vermeintlichen Tätigkeit die Rote Karte für "Zebra" [person=5718]Barkin Cömert[/person] und zog damit den Unmut der U23 vom MSV Duisburg auf sich. Während Schlussmann Adnan Laroshi und Cömert nach dem Schlusspfiff und der 0:2-Pleite von einer fatalen Fehlentscheidung sprachen, hielt sich Manfred Wölpper in seinen Aussagen dagegen zurück. „Wir haben das Spiel gefilmt und werden uns die Szene genau ansehen. Falls es wirklich eine Tätlichkeit mit dem Ellenbogen war, hat er als Kapitän der Mannschaft einen Bärendienst erwiesen“, erklärte der MSV-Trainer.

Auf der anderen Seite ergriff [person=30570]Darko Anic[/person] das Wort. „Eine ganz klare Rote Karte. Ich stand direkt daneben und er hat ausgeholt“, betonte der KFC-Stürmer. Auch wenn sich die unübersichtliche Szene in der Mauer nur mit dem Videobeweis auflösen lässt, hat sie der Mannschaft von Trainer Michael Boris den Weg zum 2:0 (1:0)-Erfolg geebnet. Nach dem frühen Führungstreffer von Anic (8.) hatte der KFC in Überzahl allerdings lange Zeit seine Probleme, mit mutig aufspielenden Gästen. Erst mit dem zweiten Treffer durch [person=1518]Silvio Pagano[/person] (72.) sorgten die Uerdinger für klare Verhältnisse und spätestens nach der Gelb-Roten Karte für Duisburgs [person=30623]Gianluca Hossmann[/person] (80.) war der sechste Saisonsieg unter Dach und Fach.

„In der Halbzeit hat es sich in der Kabine angehört, als würden wir 0:4 hinten liegen. Im zweiten Durchgang haben wir dann aber druckvoller gespielt und uns mehr Chancen herausgearbeitet“, urteilte Boris. Wölpper lobte seine Mannschaft zwar für den couragierten Auftritt, trat die Heimreise aber leicht verärgert an.

Autor: Nils Jewko

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