Am Donnerstag stellte Ralf Fährmann einen persönlichen Rekord auf, am Sonntag kann ein anderer folgen.

Schalkes Fährmann

Von Rekord zu Rekord?

04. Oktober 2015, 09:47 Uhr
Foto: firo

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Am Donnerstag stellte Ralf Fährmann einen persönlichen Rekord auf, am Sonntag kann ein anderer folgen.

Stadionsprecher Dirk Oberschulte-Beckmann meinte es etwas zu gut mit Ralf Fährmann: "498 Spiele" sei Schalkes Nummer eins nun ohne Gegentor, donnerte er ins Mikrofon - gemeint waren natürlich 498 Minuten, denn auch gegen Asteras Tripolis stand beim 4:0-Sieg die Null. "498 Spiele, so wie der Quatscher daraus gemacht hat, waren es leider nicht, aber ich freue mich natürlich über den Rekord", strahlte Fährmann.

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In seiner typisch bescheidenen Art, erläuterte Schalkes Nummer eins, warum die Marke nicht allein sein Verdienst ist: "Der Torwart steht natürlich immer im Fokus, wenn es um eine Zu-null-Serie geht. Ich muss mich auch bei meinen Vorderleuten bedanken, weil sie mir in einigen Situationen den Arsch gerettet haben - so wie ich in einigen Situationen ihren Arsch gerettet habe." Es sei eine "blöde Floskel", aber seine Serie sei auch eine "Mannschaftsleistung".

"'Ralle' ist in einer großartigen Form und ein unheimlich starker Rückhalt", befand auch Kapitän Benedikt Höwedes. Er drückt seinem Kumpel die Daumen, dass es so weitergeht: "Ich hoffe, dass er die Form behält und noch ein paar Zu-null-Spiele mitnimmt. Das wäre schön für ihn und sehr, sehr positiv für die gesamte Mannschaft."

'Ralle' ist ein unheimlich starker Rückhalt
Benedikt Höwedes

Steht die Null, wäre das auf dem Weg zum nächsten Dreier schon die halbe Miete. S04 will den Lauf unbedingt fortsetzen, bevor es in die Länderspiel-Pause geht. "Der Anreiz ist enorm", meinte Fährmann mit Blick auf das Duell mit dem FC am Sonntagnachmittag (15.30 Uhr, Veltins-Arena). Dabei winkt nicht nur Fährmann eine neue persönliche Bestleistung, sondern auch der Vereinsrekord von sieben Siegen in Serie. "Wir sind brutal hungrig", kündigte der 27-Jährige an.

Es ist das siebte Spiel in zwanzig Tagen, Fährmann: "Das wird hart. Aber wir freuen uns darauf und sind natürlich gierig, da den siebten Sieg perfekt zu machen." Dass Bundestrainer Joachim Löw ihn bei der Nominierung des Nationalmannschafts-Kaders mal wieder links liegen ließ - geschenkt! "Ich beteilige mich nicht an Diskussionen. Ich bin froh, wenn ich weiter zu null spielen kann", hielt Fährmann fest. In diesem Sinne: Mach et, Ralle!

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