Am Sonntag, 17.30 Uhr kommt es in München nicht nur zum Gipfeltreffen. Es kommt auch zum Duell der beiden aktuell besten Torschützen der Liga. Ein Vergleich:

Aubameyang - Lewandowski

Die Rekordjäger

03. Oktober 2015, 10:07 Uhr
Foto: firo

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Am Sonntag, 17.30 Uhr kommt es in München nicht nur zum Gipfeltreffen. Es kommt auch zum Duell der beiden aktuell besten Torschützen der Liga. Ein Vergleich:

Nach dem Weggang von Robert Lewandowski aus Dortmund zum FC Bayern war der BVB eine Weile auf der Suche nach einem geeigneten Nachfolger im Sturm. Der scheint in Person von Pierre-Emerick Aubameyang nun endlich gefunden. Nun liefern sich der Münchner und der Dortmunder ein Duell um die Torjäger-Kanone. Wer hat die besseren Chancen?

Pierre-Emerick Aubameyang brauchte beim BVB ein wenig Anlaufzeit. Nachdem der Gabuner in der vergangenen Rückrunde sein Können bereits aufblitzen ließ und immerhin auf 16 Treffer kam, scheint er in dieser Saison richtig durchzustarten. Und auch schon den ersten Rekord hat „Auba“ aufgestellt: Noch nie ist es einem Spieler gelungen, in den ersten sieben Spielen einer Saison zu treffen.

Damit hat er sogar seinem Kontrahenten aus dem Süden etwas voraus. Lewandowski führt zwar mit einem Tor mehr (10 Treffer) vor dem Dortmunder die Torschützenliste an, doch traf der Münchner nur in fünf Spielen. Dafür darf sich der Pole auf die Fahne schreiben, dass in der Liga noch nie jemand so schnell (in neun Minuten) fünf Tore erzielte, wie er im Spiel gegen den VfL Wolfsburg.

Aubameyang und Lewandwoski sind also auf Rekordjagd. Sollten beide weiter so treffen, dann könnten sie sogar Gerd Müller als ewigen Rekord-Torschützen (40 Treffer, 1971/72) ablösen. Doch zunächst einmal kommt es am Sonntag, 17.30 Uhr, zum direkten Aufeinandertreffen der beiden Torjäger. Wer hat das größere Potential, sich in diesem Duell durchzusetzen? Schließlich unterscheiden sich beide Angreifer nur in Nuancen. Deswegen wollen sie den Zweikampf auch noch lange aufrecht erhalten. „Das ist ein schöner Wettbewerb zwischen Lewy und mir“, sagt Aubameyang. „Hoffen wir, dass es noch lange so weitergeht.“

[tabelle]
[zeile][spalte]Pierre-Emerick Aubameyang[/spalte][spalte][/spalte][spalte]Robert
Lewandowski[/spalte][/zeile]
[zeile][spalte]9[/spalte][spalte]Tore[/spalte][spalte]10[/spalte][/zeile]
[zeile][spalte]594[/spalte][spalte]Spielminuten[/spalte][spalte]427[/spalte][/zeile]
[zeile][spalte]66[/spalte][spalte]Minuten pro Tor[/spalte][spalte]42,7[/spalte][/zeile]
[zeile][spalte]27[/spalte][spalte]Torschüsse[/spalte][spalte]32[/spalte][/zeile]
[zeile][spalte]1[/spalte][spalte]Torvorlagen[/spalte][spalte]1[/spalte][/zeile]
[zeile][spalte]3[/spalte][spalte]Elfmeter[/spalte][spalte]0[/spalte][/zeile]
[zeile][spalte]102[/spalte][spalte]Zweikämpfe[/spalte][spalte]112[/spalte][/zeile]
[zeile][spalte]40,2%[/spalte][spalte]gew. Zweikämpfe[/spalte][spalte]51,8%[/spalte][/zeile]
[zeile][spalte]219[/spalte][spalte]Ballkontakte[/spalte][spalte]196[/spalte][/zeile]
[zeile][spalte]8,95 km[/spalte][spalte]durchschn. Laufdistanz[/spalte][spalte]8,29 km[/spalte][/zeile]
[zeile][spalte]198[/spalte][spalte]Sprints[/spalte][spalte]119[/spalte][/zeile]
[zeile][spalte]1[/spalte][spalte]Kopfballtore[/spalte][spalte]1[/spalte][/zeile]
[/tabelle]

Das Fazit
Auch wenn Lewandowski vor allem von seinem Fünferpack gegen den VfL Wolfsburg profitiert, der Münchner ist der robustere Angreifer. Im Schnitt gewinnt er etwas mehr als jedes zweite Duell mit dem Gegner – für einen Strafraumstürmer eine gute Quote, an die sein Gegenüber nicht herankommt.

Allerdings ist Aubameyang auch eine ganz andere Art von Spieler. Der Dortmunder kommt viel mehr aus dem Rückraum, spielt seine Schnelligkeit aus und geht so bereits vielen Zweikämpfen aus dem Weg.

Alles in allem wird der Münchner auf die Saison gesehen wohl die Nase vorne haben. Drei seiner Treffer erzielte Aubameyang per Elfmeter. Ob sich diese Möglichkeiten in dieser Regelmäßigkeit wiederholen, ist fraglich. Außerdem ist der 26-jährige BVB-Angreifer sehr oft auf sich alleine gestellt. Das bedeutet nicht, dass er nicht die nötige Unterstützung seiner Mannschaftskollegen erhält. Doch mangels Alternativen kann BVB-Trainer Thomas Tuchel seinem Topstürmer nur wenige Pausen gönnen. Das geht an die Substanz. Lewandowski hingegen darf sich schon jetzt immer wieder die eine oder andere Verschnaufpause gönnen. Und was er drauf hat, wenn er ausgeruht ins Spiel geht, hat er zuletzt mit seinem Fünferpack gegen Pokalsieger Wolfsburg eindrucksvoll bewiesen.

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