Auf der einen Seite war es die Chance der BVB-Spieler auf der zweiten Reihe, auf der anderen Seite war es für die B-Elf auch schwer, beim 1:1 gegen PAOK zu bestehen.

BVB-Noten

B-Elf nur bedingt brauchbar

Sebastian Weßling
01. Oktober 2015, 23:57 Uhr
Foto: firo

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Auf der einen Seite war es die Chance der BVB-Spieler auf der zweiten Reihe, auf der anderen Seite war es für die B-Elf auch schwer, beim 1:1 gegen PAOK zu bestehen.

Roman Weidenfeller (3): Der Einsatz in dieser Partie war dem in der Bundesliga zur Nummer zwei degradierten Weidenfeller schon vor dem Hinspiel versprochen worden - zunächst versäumte er es aber, Eigenwerbung zu betreiben: Hatte kaum etwas zu tun - ging beim Gegentor allerdings unnötig früh nach unten und konnte Maks Schuss unter die Latte nicht abwehren (34.). In der Schlussphase sicherte er dem BVB aber mit gutem Stellungsspiel im Eins-gegen-eins gegen Jairo (80.) und mit guter Reaktion bei einer verunglückten Flanke (81.) das 1:1.

Lukasz Piszczek (4): Weil Matthias Ginter geschont wurde, durfte der früher unumstrittene BVB-Rechtsverteidiger eindlich einmal wieder auflaufen. Hatte defensiv wenig Probleme, sorgte offensiv aber kaum für Gefahr. Seine Flanken aus dem Halbfeld waren angesichts des nicht gerade hünenhaften Reus im Sturmzentrum keine brillante Idee.

Neven Subotic (5): Versuchte in der 34. Minute, den Torschützen Mak abseits zu stellen, anstatt mitzulaufen - das ging gehörig in die Hose (34.). Ließ sich in der Schlussphase böse von Jauro abkochen und musste sich bei Weidenfeller bedanken, dass es beim 1:1 blieb (80.). Rettete immerhin per Kopf in höchster Not vor Berbatov (52.).

Sven Bender (3): Fehlerloser Auftritt des Aushilfs-Innenverteidigers gegen eigentlich weitgehend harmlose Griechen. Hat aber wie sein Nebenmann Subotic nicht die allergrößten Stärken im Spielaufbau - auch daran krankte das BVB-Spiel.

Joo-Ho Park (4): Zog oft nach innen, wodurch er das BVB-Spiel unnötig eng machte - und er selbst selten in die Position kam, eine Flanke anzubringen. Nach hinten meist sicher - ließ aber kurz nach dem Gegentor Berbatov viel zu viel Platz - dessen etwas verunglückter Volley ging nur knapp am Tor vorbei (37.). Nach Schmelzers Einwechslung ging er ins Mittelfeld - und war dort deutlich präsenter.

Julian Weigl (3-): "Julian Weigl ist jung, der braucht nicht so viel Regeneration." So begründete Thomas Tuchel, warum der 20-Jährige gegen Saloniki keine Pause bekam. Anfangs oft in Manndeckung genommen, konnte er sich nach und nach immer besser befreien und war der gewohnt sichere Ballverteiler - allerdings mit deutlich mehr Quer- als Vertikalpässen. Kurz vor der Pause überrascht, dass der Ball nach Januzaj-Freistoß zu ihm durchrutschte - so konnte er ihn nicht gefährlich aufs Tor bringen.

Jonas Hofmann (3): Einer der auffälligeren BVB-Akteure: Hatte den ersten Abschluss, als er eine Direktabnahme vom rechten Strafraumeck knapp über das Tor jagte (2.) und bereitete mit scharfer Hereingabe eine gute Chance für Reus vor - doch der verpasste knapp (28.). Schob auch in der zweiten Halbzeit oft über rechts das Spiel an - doch auch ihm gelang längst nicht alles.

Henrikh Mkhitaryan (5): Kam auf der halbrechten Position im Mittelfeld deutlich schlechter zurecht, als es normalerweise über links der Fall ist. Der Armenier hatte kaum gefährliche Szenen und wurde zurecht nach rund einer Stunde ausgewechselt.

Gonzalo Castro (3-): Man merkte ihm an, dass er seine Startelf-Chance unbedingt nutzen wollte: Sehr engagiert, viel am Ball - aber meist blieb es bei guten Ideen, die in der Ausführung misslangen. Hatte in der 24. Minute eine gute Torchance, zog den Ball aber genau auf den Torwart (24.). Auch sein Tor zum 1:1 war nicht annähernd als Torschuss gemeint - das allerdings dürfte ihm herzlich egal sein (72.).

Adnan Januzaj (4-): Sehr fleißig, zeigte in einigen Szenen seinen feinen Fuß - es fehlte ihm aber an Effizienz und Durchschlagskraft. Bereitete immerhin eine gute Chance für Castro vor (24.) - viel mehr aber gelang ihm nicht.

Marco Reus (5-): Spielte anstelle des geschonten Aubameyang im Sturmzentrum - und bewies, dass ihm das Spiel mit dem Rücken zum Tor - gerade gegen dicht gestaffelte Abwehrketten - überhaupt nicht liegt. Viele Bälle versprangen ihm, er konnte sich kaum einmal in Szene setzen - eine verpasste Hofmann-Hereingabe (28.) und ein direkter Freistoß waren seine einzig gefährlichen Aktionen (28.).

Autor: Sebastian Weßling

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