Der FC Kray steckt nach nur einem Sieg aus elf Spielen ganz tief im Tabellenkeller der Regionalliga West. Sorgen bereitet vor allem der Fall Emre Yesilova.

FC Kray

Rätselraten um Emre Yesilova

Martin Herms
02. Oktober 2015, 08:47 Uhr
Foto: Tillmann

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Der FC Kray steckt nach nur einem Sieg aus elf Spielen ganz tief im Tabellenkeller der Regionalliga West. Sorgen bereitet vor allem der Fall Emre Yesilova.

Es läuft nicht rund an der Buderusstraße. Mit sieben Punkten aus elf Spielen hat das letztjährige Überraschungsteam der Regionalliga West einen äußerst schwachen Start hingelegt und bekleidet folgerichtig einen Abstiegsplatz.

Die Probleme der Krayer sind vielfältig. Das 1:4 am vergangenen Sonntag gegen die U21 des 1.FC Köln war sinnbildlich für die laufende Saison. Individuelle Fehler wie beim 0:1 nach elf Sekunden und die fehlende Durchschlagskraft in der Offensive machen dem Team von Trainer Micha Skorzenski das Leben schwer. Bisher reicht es nicht, dass die Mannschaft wie im Vorjahr kompakt in der Defensive steht und über weite Strecken gegen die meisten Gegner mithalten kann. Fehlende Einstellung kann den Krayern niemand vorwerfen. "Die Jungs reißen sich den Arsch auf", betont der Sportliche Leiter Fabian Decker. "Wir haben leider zu viele unglückliche Momente. Zudem fehlt uns auch das nötige Quäntchen Glück. Unser Punktestand spiegelt meiner Meinung nach nicht unsere Leistungen wieder."

Ein entscheidender Grund für die maue Ausbeute des FCK ist die angespannte Personallage. Der erfahrene Torjäger Romas Dressler, der im Sommer als Ersatz für den zu Alemannia Aachen abgewanderten Philipp Gödde geholt wurde, ist nach wie vor noch nicht in der Lage, dem Team über 90 Minuten zu helfen.

Ratlosigkeit im Fall Yesilova

Zudem fehlen mit Kevin Steuke (Adduktorenprobleme), Vincent Wagner (Rotsperre) und Emre Yesilova drei weitere wichtige Stammkräfte. Letzterer bereitet den Verantwortlichen besonders starkes Kopfzerbrechen. Seit dem dritten Spieltag fehlt der pfeilschnelle Flügelstürmer aufgrund anhaltender Probleme im Sprunggelenk. Trotz mehrerer Untersuchungen gibt es allerdings keinen medizinischen Befund. Eine mysteriöse Verletzung, die an das Schicksal von Oberhausens Robert Fleßers oder Bayerns Superstar Franck Ribery erinnert. "Wir sind ein wenig ratlos. Emre hat seit Wochen starke Schmerzen. Er ist ein unheimlich wichtiger Spieler und fehlt uns enorm", betont Decker.

Am kommenden Samstag wartet in Rödinghausen eine weitere Herkules-Aufgabe auf die Krayer. Nach der zweiwöchigen Pause mit dem zwischenzeitlichen Pokalspiel in Schwafheim meint es der Spielplan etwas besser mit der Skorzenski-Elf. Es warten fast ausschließlich Gegner aus der unteren Tabellenregion. In diesen Partien wird es drauf ankommen. Dessen ist sich Decker bewusst. "Wir verfallen aktuell nicht in Panik, weil wir die Situation mit den Ausfällen und dem harten Startprogramm gut einschätzten können. Gegen die Teams von unten müssen wir aber endlich Siege einfahren. Sonst wird es ganz eng."

Autor: Martin Herms

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