Nein, große Töne spuckt man in Gelsenkirchen auch im Vorfeld der neuen Spielzeit nicht. Teammanager Boris Liebing vom Basketball-Zweitligisten FC Schalke 04 gibt als Ziel den Klassenerhalt aus - obwohl das Team in der vergangen Spielzeit Platz sechs, punktgleich mit dem dritten, vierten und fünften der Tabelle, belegte. Doch in der kommenden Saison muss die Mannschaft fast komplett neu zusammengestellt werden.

Schalke 04 Basketball: Vorbereitung auf die neue Saison

"Ziel ist der Klassenerhalt"

Fabian Weitkämper
24. Juli 2007, 15:21 Uhr

Nein, große Töne spuckt man in Gelsenkirchen auch im Vorfeld der neuen Spielzeit nicht. Teammanager Boris Liebing vom Basketball-Zweitligisten FC Schalke 04 gibt als Ziel den Klassenerhalt aus - obwohl das Team in der vergangen Spielzeit Platz sechs, punktgleich mit dem dritten, vierten und fünften der Tabelle, belegte. Doch in der kommenden Saison muss die Mannschaft fast komplett neu zusammengestellt werden.

Dabei musste nicht nur der Abgang von neun Spielern kompensiert werden, sondern auch ein neuer Trainer gefunden werden, da sich der bisherige Coach Hubert Beck aus dem aktiven Geschehen zurückgezogen hat. Sowohl auf der Trainerposition, als auch im Spielerbereich ist der Klub bereits fündig geworden. So wurde mit Keith Gray ein erfahrener Coach von den ETB Wohnbau Baskets verpflichtet, der auch schon Erfahrungen in der BBL als Spieler und Trainer gesammelt hat.[imgbox-left]http://www.reviersport.de/include/images/imagedb/preview_3078-3117.jpeg [/imgbox]

Zudem wurden bisher acht neue Spieler verpflichtet, von denen einige schon College-Erfahrungen in Amerika aufweisen können. Während Jason Rueter, Quentin Pryor, Kofi Awlakpui, Klaus Schille, Torris Bright, Darrell Harris und Stephan Carduck bereits ihre Zusage gegeben haben, wartet man sehnlichst darauf, in Kürze die Verpflichtung des 18-jährigen Nachwuchsspielers Fabian Cöllen bekannt geben zu können, der vom USC Freiburg nach Gelsenkirchen kommt. Aus dem letztjährigen Kader sind somit lediglich Rodney Scruggs und Richmond Pittmann übrig geblieben.

Klar ist bereits jetzt: Mit der neuen Regelung, dass ab der nächsten Spielzeit sechs Spieler der Mannschaft einen deutschen Pass besitzen müssen, wird gleichzeitig auch die Anzahl amerikanischer Spieler in der Liga insgesamt steigen, da weitere sechs Spieler keinen deutschen Pass besitzen müssen (bisher waren nur zwei Amerikaner pro Team in der Liga zugelassen).

Die Vorbereitung auf die neue Saison beginnt für die deutschen Spieler bereits am ersten August, die amerikanischen Spieler greifen erst am ersten September in das Trainingsgeschehen ein.
Nach einer harten Vorbereitung soll dann das Unternehmen Klassenerhalt angegangen werden.

Als Favoriten für den Aufstieg kommen nach Meinung von Boris Liebing am ehesten die Mannschaften der Absteiger aus der BBL aus Nürnberg und Karlsruhe, sowie der letztjährige Zweitligazweite MBC in Frage. Kein Wunder, haben diese Vereine doch ganz andere finanzielle Möglichkeiten als der Revier-Klub, was durch eine deutliche höhere Zuschauerkapazität und bessere Sponsorenakquise ermöglicht wird.

Im Bereich des Zuschauerzuspruchs erhofft sich Liebing für die neue Saison eine Steigerung des bisherigen Schnitts von 550 Zuschauern. Allerdings bietet der Spielort maximal 1200 Besuchern Platz. "Eine Halle mit größerer Kapazität" ist deshalb Liebings Wunsch für die Zukunft, um höhere Einnahmen zu generieren. Doch dafür muss zunächst die Klasse in der Pro A Liga drei bis vier Jahre gehalten werden.

Auf finanzielle Unterstützung kann die Basketballabteilung jedoch auch schon jetzt zählen, schließlich ist es die Fußballabteilung des FC Schalke 04, die die Abteilung mit einer soliden Finanzkraft stetig unterstützt.

Autor: Fabian Weitkämper

Kommentieren