Sechs Monate führte Andreas Luthe sein Schweigegelübde gegenüber den Medien konsequent durch.

VfL Bochum

Luthe überzeugt nicht nur auf dem Rasen

28. September 2015, 08:39 Uhr
Foto: firo

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Sechs Monate führte Andreas Luthe sein Schweigegelübde gegenüber den Medien konsequent durch.

Doch seit dem Trainingsbeginn Ende Juli ist der Schlussmann zumindest in der Außendarstellung ein anderer Mensch. Sportlich ist es ihm gelungen, das Trainer-Team zu überzeugen und die Fans wieder auf seine Seite zu bringen. Mit konstant guten Leistungen.

Auch am Freitagabend hielt Luthe wieder stark. Noch vor dem Anpfiff verblüffte der kluge Kopf mit einer Aktion, die bundesweit Aufmerksamkeit erlangen könnte. Gemeinsam mit seinem Freund Jonas Ermes, einst selbst Nachwuchstorhüter beim VfL, hat er die Initiative „In safe hands“ – in sicheren Händen – gegründet.

Unter dem Slogan „Raus aus der Deckung – 800.000 Flüchtlinge, jeder kann helfen“ haben die beiden Schlussmänner eine Initiative deutscher Profi-Torhüter kreiert: „Wir haben diese Aktion gemeinsam ausgedacht und ausgebaut.“ Was will eigentlich „In safe hands“? „Wir wollen lokalen Projekten die Chance geben über prominente Torhüter eine größere Plattform zu finden und zu bekommen“, antwortet Luthe. Der Fußball habe eben eine große Aufmerksamkeit und davon könnten lokale Organisation profitieren. „Wir wollen ihnen dabei helfen“, sagt Luthe.
Längst haben Luthe und Ermes die Fühler zu anderen Torhütern ausgestreckt. „Kölns Thomas Kessler ist ein langjähriger Freund von mir. Wir haben schon eine Aktion in Köln ins Auge gefasst. Zurzeit überlegt Ralf Fährmann, ob er bei uns mitmachen wird. Ich bin mir sicher, das ist erst der Anfang“, sagt Bochums Nummer eins.

Jeder kann helfen und einen Beitrag leisten
Wie man spontan helfen kann, wusste Luthe schon am Freitagabend. In der rewirpowerLOUNGE gab es eine Verlosungsaktion. Jedes Los für fünf Euro nahm an einem Gewinnspiel teil. Die Resonanz war groß und der glückliche Gewinner ging mit einem Originaltrikot des Schlussmanns wieder nach Hause.

„Jeder kann helfen und seinen Beitrag leisten“, sagt Luthe. „Durch unsere Initiative möchten wir den Blick der Gesellschaft auf die Flüchtlingsproblematik lenken und gegen Fremdenhass aufrufen.“

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