Die U23 des BVB schlug den SC Wiedenbrück nach schwachen 90 Minuten mit 3:1.

BVB II

Hanke lässt Schwarz-Gelb jubeln

26. September 2015, 19:07 Uhr

Die U23 des BVB schlug den SC Wiedenbrück nach schwachen 90 Minuten mit 3:1.

"Das war heute nicht gut, aber erfolgreich. In unserer derzeitigen Situation sind Erfolge gefordert und die haben wir heute geholt", war Dortmunds Trainer David Wagner froh, dass der erste Heimsieg eingefahren wurde. [person=6169]Philipp Hanke[/person] avancierte mit zwei späten Toren zum Matchwinner. Dabei wurde der Mittelfeldspieler erst in der Halbzeit für den erneut glücklosen [person=22382]Mitsuru Maruoka[/person] eingewechselt. [person=28982]Michael Eberwein[/person] hatte die Hausherren in Führung gebracht, ehe [person=6032]Stipe Batarilo-Cerdic[/person] mit dem Pausenpfiff ausglich.

In einer von Fehlpässen geprägten ersten Halbzeit nutzte Borussia gleich die erste richtige Torchance zur Führung. Nach einer Ecke kam Maruoka an den Ball, der musste lediglich noch quer legen und Eberwein drückte die Kugel über die Linie. Damit hatte der Neuzugang nach seinem Treffer gegen Borussia Mönchengladbach sein zweites Tor innerhalb von nur vier Tagen folgen lassen. Doch die Führung hielt nicht lange, den Batarilo-Cerdic erzielte ein Traumtor. 25 Meter vor dem Kasten von [person=8811]Hendrik Bonmann[/person] versprang dem Wiedenbrücker eigentlich der Ball bei der Annahme, doch der machte aus der Not eine Tugend und nahm den Ball volley aus der Luft. Für Bonmann gab es nichts mehr zu halten, denn die Kugel schlug direkt im Giebel seines Tores ein.

Das Spiel wurde in der zweiten Hälfte sogar noch schlechter. Bis zur 75. Minute gab es nicht einmal mehr Torchancen. Fehlpässe, lange Befreiungsschläge und Missverständnisse beherrschten das Geschehen. Doch Wagner versuchte noch einmal alles, brachte für Abwehrspieler [person=5991]Christoph Zimmermann[/person] Stürmer [person=5702]Tammo Harder[/person]. Mit Erfolg, denn nur wenige Minuten später schoss Hanke auf Pass von Eberwein zur erneuten Führung ein. Der 22-Jährige machte drei Minuten später den Sack endgültig zu, als er per Distanzschuss zum 3:1-Endstand traf.

"Wir hatten uns viel vorgenommen, wollten von Beginn an Druck entwickeln. Der erste konzentrierte Angriff des BVB führte dann aber gleich zum 0:1", haderte Wiedenbrück-Coach Alfons Beckstedde, fügte dann noch hinzu: "Je näher wir zum Tor kamen, desto ungefährlicher wurden wir. Dann waren wir in der Schlussphase nicht wach, verlieren die wichtigen Duelle und lassen die Dortmunder frei zum Abschluss kommen. Deswegen dürfen wir uns schlussendlich auch nicht beschweren, dass wir keinen Punkt mitgenommen haben."

Schlecht gespielt, trotzdem gewonnen. Wagner war es im Nachhinein egal. "Das war kein spielerisches Highlight, da sind wir selbstkritisch. Wir haben schon viele bessere Spiele gemacht, die wir verloren haben, daher war das ein sehr glücklicher Sieg", gestand Wagner ein. Der BVB-Trainer machte danach seinen Unmut über die hohe Erwartungshaltung Luft: "Wir haben nach dem Abstieg einen großen Umbruch vollzogen, die Mannschaft hat teilweise ein Durchschnittsalter von unter 20 Jahren gehabt. Da ist die Bezeichnung U23 herausragend übertrieben. Dass das holprig sein kann, oder werden kann, war nicht ausgeschlossen, trotzdem sind wir natürlich auch mit der aktuellen Situation unzufrieden. Deshalb haben wir auch nie eine konkrete Zielsetzung ausgegeben."

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