Eine alles in allem zufriedenstellende Spielzeit 2014/2015 liegt hinter dem Herner EV.

Herner EV

Das langfristige Konzept trägt Früchte

25. September 2015, 08:07 Uhr
Foto: Ketzer

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Eine alles in allem zufriedenstellende Spielzeit 2014/2015 liegt hinter dem Herner EV.

In der West-Vorrunde zeigte die Mannschaft von Trainer Frank Petrozza ein ums andere Mal Top-Leistungen. Die Verzahnungsrunde brachte dann vor allem aufgrund vieler schwerer Verletzungen einige Niederlagen mit sich. Das Grundgerüst blieb dem Klub aber erhalten und wurde an einigen Stellen sinnvoll ergänzt.

Für besonders viel Freude bei den HEV-Fans – und zeitgleich für Verdruss beim alten Erzrivalen in Essen – sorgte die Verpflichtung von Oberliga-Top-Stürmer Aaron McLeod, der es in der letzten Saison auf 46 Tore in nur 42 Spielen brachte. Und auch Torwart Christian Wendler, der den aus beruflichen Gründen abgewanderten Benjamin Voigt "beerbt", sowie Allrounder Thomas Richter tauschten das grün-violette Trikot in ein grün-weiß-rotes ein. Ein weiterer Top-Transfer gelang mit der Verpflichtung von Angreifer Sam Verelst aus Bremerhaven (DEL2). Der gebürtige Belgier, der bereits 23 Einsätze für die Hamburg Freezers in der DEL in der Vita stehen hat, zeigte in den Vorbereitungsspielen bereits mehrfach seinen Torriecher. Auch von Verteidiger Aaron Reckers (Hannover Indians) wird einiges erwartet.

Ansonsten vertraut Petrozza größtenteils auf die eingespielten Leistungsträger der Vorsaison und veränderte den Kader nur punktuell. Denn der Italo-Kanadier legt großen Wert darauf, dass sich Spieler in Herne entwickeln und – vielleicht etwas untypisch für die unteren Spielklassen im deutschen Eishockey – über Jahre an den Klub binden. „Wir halten die Augen noch offen, was eventuelle weitere Verstärkungen angeht. Derjenige muss aber zu uns und in unser Konzept passen, welches darauf ausgelegt ist, Spieler langfristig hier zu behalten. Ich will hier keinen nur für ein Jahr holen“, bekräftigt der 44-Jährige. Das Saisonziel wird unterdessen eindeutig kommuniziert: „Wir wollen natürlich unter die ersten Acht“, stellt Petrozza klar.“

Über die Eingliederung der Tilburg Trappers, gleichzeitig auch der erste Heimspielgegner der Saison, verliert der frühere Goalgetter im Gegensatz zu seinem Essener Pendant Frank Gentges nur Gutes: "Das ist für uns und die Zuschauer gut und interessant. Die ganze holländische Liga ist kaputt, das haben wir ja in unseren Testspielen gegen (12:0 und 5:0) Limburg gemerkt. Wir freuen uns auf Tilburg."

RS-Tipp: Angesichts des weitgehend eingespielten Kaders, der einen guten Mix aus erfahrenen und jungen Cracks beinhaltet, des ruhigen Umfelds sowie der seit Jahren immer stärker werdenden Zuschauerunterstützung am Gysenberg sollte ein Playoff-Platz sicher erreicht werden. Alleine Verelst, McLeod und Rumpel können an guten Tagen fast jeden Gegner demütigen. Läuft alles glatt, könnte sogar Platz vier erreichbar sein.

Die ersten Spiele:
Freitag, 25. September, 20 Uhr: Moskitos Essen - HEV
Sonntag, 27. September, 18.30 Uhr: HEV - Tilburg Trappers Freitag, 2. Oktober, 20 Uhr: Hannover Indians - HEV
Sonntag, 4. Oktober, 18.30 Uhr: HEV - Harzer Falken Braunlage

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