Dass es gegen Frankfurt nicht einfach werden würde, hatten alle schon vorher geahnt und angemahnt.

Schalke hält Wort

Matip sorgt für die Erlösung

Elmar Redemann
23. September 2015, 22:06 Uhr
Foto: firo

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Dass es gegen Frankfurt nicht einfach werden würde, hatten alle schon vorher geahnt und angemahnt.

Es war es dann auch ein ganz schwerer Gang - der aber mit dem zweiten Heimsieg einen erfolgreichen Abschluss fand.

Für die Erlösung sorgte einmal mehr Schalkes neuer Torjäger [person=1653]Joel Matip[/person], der zum 1:0 einköpfte (76.). Fünf Minuten später explodierte die Arena dann förmlich, denn mit Mann und Maus verhinderten die Gastgeber, dass die wütenden Hessen zum Ausgleich einschossen. Das gegen Stuttgart überstrapazierte Glück bleibt Königsblau weiterhin hold. Und der Glücklichste machte mit dem 2:0 den Deckel drauf: [person=13777]Leroy Sané[/person], ein Juwel von unschätzbarem Wert.

Nach dem Erfolg gegen die SGE lässt sich aber vor allem konstatieren: Schalke hält Wort. Unter André Breitenreiter gab es zwar Ausrutscher in Wolfsburg und Stuttgart, aber gerade zuhause spielen die Blau-Weißen beherzt auf. Ein Chancenplus gegen die so offensivstarken Gäste vom Main war der Beweis, es gibt definitiv kein zurück mehr zum auf Sicherheit bedachten Ergebnisfußball. Den beherzten, bisweilen riskanten Offensivstil, den sich die Gelsenkirchener im Sommer auf die Fahne geschrieben hatten, ziehen sie auch dann durch, wenn es personell eng wird.

Das ist am Mittwochabend der Fall gewesen, Dennis Aogo war ausgefallen - und Breitenreiter hatte sich wohl gedacht, "wenn ich schon rotiere, dann wenigstens richtig." Dass die Startelf auf vier Positionen verändert worden war, war dann auch nicht zu übersehen. Schalke ist schließlich nicht der FC Bayern München, der auch auf der Ersatzbank nur Stars sitzen hat.

Bei S04 muss es über die Einstellung gehen, egal ob die erste Elf aufläuft oder eine mit kleinem oder größerem "B". "Rennen und kämpfen können wir immer", hatte Neuzugang Pierre-Emile Höjbjerg vor dem Spiel angekündigt - und genau diese Attitüde schwappte erneut vom Platz auf die Ränge. Was nicht so gut gelang: Spielerisch das vorhandene Potenzial abzurufen. Gute Ideen, vor allem die von Max Meyer, blieben zu oft unvollendet, Abstimmungsprobleme sorgten im zweiten Durchgang für immer mehr Gefahr durch die aufdrehenden Gäste.

So wie schon gegen Darmstadt und Mainz war es eine intensive Angelegenheit, am Ende mit ganz vielen Glückshormonen. Der Spaß ist riesig, der Erfolg aber nicht viel kleiner: sechs Siege aus acht Spielen sind eindrucksvoll, Tabellenplatz drei erst recht.

Autor: Elmar Redemann

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