Es läuft beim Sportclub Verl! Nach neun Spielen haben die Ostwestfalen 16 Punkte auf dem Konto und rangieren im ersten Tabellendrittel.

SC Verl

"Rot-Weiss Essen ist groß"

Krystian Wozniak
24. September 2015, 11:07 Uhr

Es läuft beim Sportclub Verl! Nach neun Spielen haben die Ostwestfalen 16 Punkte auf dem Konto und rangieren im ersten Tabellendrittel.

Seit Jahren leisten die Verantwortlichen an der Poststraße hervorragende Arbeit und werden von der Konkurrenz oftmals als Synonym für die Regionalliga West genannt. "Der SC Verl ist DER Regionalligist", sagte Andre Pawlak, Trainer des letzten SCV-Gegners Velbert (2:0), jüngst.

Das Lob nimmt Andreas Golombek gerne entgegen - er hat seit dem 1. Juli 2013 die Verantwortung für die Verler Mannschaft und leistet seitdem sehr gute Arbeit. "Wir haben geringe Mittel und können mit den Top-Teams der Liga finanziell nicht konkurrieren. Wer das nicht glaubt, der sollte mal unsere Transferaktiviäten der letzten Jahre mit denen von Aachen, Essen, Lotte, Oberhausen oder Viktoria Köln vergleichen. Wenn bei uns ein Spieler auffällt, dann ist er weg", betont "Golo".

Jüngstes Beispiel ist [person=2317]Simon Engelmann[/person], der dem Ruf von Oberhausen folgte. Doch Golombek findet immer wieder neue, junge, talentierte Spieler, die die Lücken schließen. Einen Hamadi Al Ghaddioui holte der 47-jährige A-Lizenzinhaber einst aus Leverkusen. Da wollte den gebürtigen Marokkaner kaum ein Klub haben. "Hamadi hat sich bei uns sehr gut entwickelt", bemerkt Golombek. In der Tat: In 39 Einsätzen für Verl erzielte der 1.93-Meter-Schlacks 20 Treffer.

Golombek hat bei den getätigten Verler Transfers unter seiner Ägide stets ein gutes Händchen bewiesen. Zu dieser Saison verpflichtete er unter anderem den einstigen Essener Rot-Weissen Jannick Geisler - von dem er schwärmt: "Jannik ist noch so jung und macht unheimlich Dampf. Ich habe für das defensive Mittelfeld einen Mann gesucht, der unseren gestandenen Spielern Beine macht. Und das macht er vorbildlich", lobt der Ex-Profi.

Am Samstag gastiert Rot-Weiss Essen in Verl. Der Titelanwärter tut sich an der Poststraße - fünf Siege, ein Remis, acht Niederlagen - meist sehr schwer. Der Coach kündigt den Essenern schon jetzt einen heißen Tanz an: "Wir wissen, was wir können. Wir haben Respekt vor RWE, aber keine Angst. Meine Mannschaft freut auf das Spiel und die Essener Fans."

Dass Essen in neun Spielen schon vier Niederlagen und 15 Gegentore kassierte, beeindruckt den Verler Cheftrainer keineswegs. Ganz im Gegenteil: Golombek spricht in den höchsten Tönen über den kommenden Gegner: "Rot-Weiss Essen hat eine sehr gute Mannschaft und ist ein unglaublicher Verein. Rot-Weiss Essen ist groß. Die Historie, das Umfeld, da ist nichts, aber auch gar nichts auf Regionalliga-Niveau. Die Fans können das wahrscheinlich nicht mehr hören: Aber dieser Verein gehört nicht in die Regionalliga. Dieser Klub würde für den deutschen Profifußball eine Bereicherung sein."

Autor: Krystian Wozniak

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