Skandalöse Szenen in Unna. Eine Kreisliga-Begegnung wurde wegen einer Schlägerei abgebrochen. Die Polizei musste ausrücken.

Was war da los?

Brutaler Gewaltakt bei Kreisliga-Duell

21. September 2015, 13:19 Uhr
Foto: Tim Müller

Foto: Tim Müller

Skandalöse Szenen in Unna. Eine Kreisliga-Begegnung wurde wegen einer Schlägerei abgebrochen. Die Polizei musste ausrücken.

Spielabbruch beim Duell zweier "Dorfvereine" in der Kreisliga A2 Unna. In der 85. Minute wurde die Begegnung zwischen dem Königsborner SV und dem SuS Lünern beim Stand von 1:1 abgebrochen. Höhepunkt der Schlägerei war der gewaltsame Tritt eines Spielers gegen einen am Boden liegenden Gegner.

RevierSport fragte nach: Was war da los?

Tobias Retzlaff (Trainer Königsborner SV):
"Das war eine unrühmliche Geschichte. Ein Spieler unserer Mannschaft und einer vom SuS Lünern hatten sich während der gesamten Spieldauer in den Haaren. Allerdings nur verbal. Unser Mann hat dann die Gelb-Rote Karte gesehen. Als er vom Platz gehen wollte, ging das Wortgefecht weiter. Anschließend wurden beide handgreiflich. An der Sache haben sich nicht nur Spieler, sondern auch noch die Zuschauer beteiligt. Als sich wieder alles beruhigt hatte, bot der Schiedsrichter an, dass wir weiterspielen können. Wir hätten auch weitergemacht, Lünern allerdings nicht. Bezüglich unseres Spielers werden wir uns in den nächsten Tagen mit dem Vorstand zusammensetzen und über die Konsequenzen beraten. Da wird es in jedem Fall eine Entscheidung geben."

Ingo Tiede (Trainer SuS Lünern):
"Ich kann nur das sagen, was ich selbst gesehen habe. Die beiden Spieler haben sich fußballerisch schon die ganze Zeit behakelt. Die Konsequenz aus der ganzen Sache war, dass ein Spieler mit Gelb-Rot und einer mit Rot vom Platz mussten. Mehrere Zuschauer vom KSV sind auf den Platz gelaufen und auf mehrere Spieler von uns los. Wir haben uns zur Wehr gesetzt, wie das halt normal ist. Dann ist die Situation gekommen, dass ein Spieler vom Königsborner SV mit Anlauf einem am Boden liegenden Spieler ins Gesicht getreten hat. Die Aktion war Auslöser dafür, dass wir nicht weitergespielt haben. Der Schiedsrichter sagte, er hätte es nicht gesehen. Es ist unmöglich, dass er alles sieht. Er hat aber gesagt, dass er gar nichts gesehen hat. Die Sicherheit meiner Spieler war nicht gewährleistet. Wir haben uns in der Kabine gesammelt und auf die Polizei gewartet. Unser Spieler wurde ins Krankenhaus gebracht, es war zum Glück auf den ersten Blick kein Bruch zu erkennen. Es ist uns bekannt, wer den Tritt abgegeben hat. Und das werden wir zu Papier bringen. Wir müssen abwarten, was jetzt noch zu Tage kommt und dann entsprechend handeln."

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