Dem VfB Speldorf ist es wieder einmal nicht gelungen, sich vom 18. Tabellenplatz der Landesliga zu befreien.

Speldorf

Pleite gege Kleve, aber Röder zollt Elf Respekt

Helena Sommer
20. September 2015, 20:01 Uhr
Foto: Tillmann

Foto: Tillmann

Dem VfB Speldorf ist es wieder einmal nicht gelungen, sich vom 18. Tabellenplatz der Landesliga zu befreien.

In der Partie gegen den 1. FC Kleve konnte die Mannschaft von Trainer Oliver Röder sich nicht gegen die angriffslustigen Gäste behaupten. Die führten zur Pause bereits durch einen Doppelpack von Pascal Hühner mit 2:0. Zudem kassierten Spielmacher Sebastian Freiyni und Linksverteidiger Leon Fritsch nach dem 1:2-Anschluss durch Ibrahim Bayraktar die Rote Karte, sodass die Mülheimer die letzten 20 Minuten in Unterzahl agieren mussten. Folgerichtig gab es in der 90.Minute mit dem 3:1 für Kleve die Entscheidung in doppelter Überzahl durch Levon Kurikciyan.

Die Roten Karten waren für den Klever Coach Thomas von Kuczkowski indiskutabel: „Ich finde es unglaublich, wie unkontrolliert man in der Mitte reingehen kann. Mit ein bisschen mehr Intelligenz brauch ich als Gegenspieler gar nicht so dahin zu gehen, dann ergibt sich solch eine Situation auch nicht. Da muss man sich an die eigene Nase fassen.“ Der Coach ist sich dennoch darüber bewusst, dass seine Mannschaft die Überzahl zuletzt nicht gut ausgespielt hat: „Wir müssen den Sack früher zu machen.“

Seit der Saison 2011/2012 trainiert Oliver Röder die Mülheimer vom VfB Speldorf. Das Verhältnis zwischen Trainer und Spieler stimmt, nun muss die Wurzel des Übels gefunden werden, um die Krisenbewältigung zu meistern. „Es hilft uns nicht, dass wir moralisch als ebenbürtiger Gegner vom Platz gehen. Es fehlen uns einfach die Punkte“, erklärt Speldorfs Coach. Grade auf der linken Seite habe die Mannschaft ausfallbedingte Defizite, die nur schwer aufzufangen seien. Die erste Rote Karte wertet er als eine „klare Fehleinschätzung des Schiedsrichters“.

Trotz dieser Entscheidungen betont Röder: „Meine Jungs haben Moral bewiesen und gezeigt, dass sie nicht tot sind und sich nicht ergeben. Wer mit neun Mann so ein Spiel gegen elf macht und sich mit aller Macht wehrt, dem gebührt der allergrößte Respekt.“ Nun muss das Team am Mittwoch im nächsten Spiel gegen FSV Duisburg versuchen, endlich wieder in die Spur zu kommen. Röder: „Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß!“, zitierte er Andreas Brehme.

Für Röder steht jedoch fest: „Ich werde nicht aufgeben! Ich werde aufstehen und vorweg gehen, um Mittwoch einen neuen Versuch zu starten.“

Autor: Helena Sommer

Kommentieren