RWO-Jungspunde überzeugen

Kontny lobt Nakowitsch, Kurt und Co.

Martin Herms
19. September 2015, 20:52 Uhr

Rot-Weiß Oberhausen hat sich mit zwei Siegen gegen Lotte und Wiedenbrück zurück in die Spitzengruppe der Regionalliga West gekämpft.

Trotz großer Personalprobleme fuhren die Kleeblätter am Samstag den zweiten Heimsieg innerhalb von vier Tagen ein. Einen großen Anteil daran hatte neben Angreifer Simon Engelmann allen voran die junge Garde der Rot-Weißen. So sieht es auch Oberhausens Sportlicher Leiter Frank Kontny im Interview mit RevierSport.

Frank Kontny, die Mannschaft hat die Englische Woche mit sechs Punkten perfekt abgeschlossen. Wie haben Sie das Spiel gegen Wiedenbrück gesehen?
Wir sind in der ersten halben Stunde nicht ins Spiel gekommen und haben zu viele leichte Fehler gemacht. Wiedenbrück ist eine sehr gute Mannschaft, die man nicht ohne weiteres bezwingen kann. Der Trainer hat sehr gut reagiert und schon nach 35 Minuten Raphael Steinmetz gebracht. Kein Vorwurf an David Gügör, so etwas kann einem jungen Spieler passieren. Letztlich hat diese Maßnahme unser Spiel belebt. Es war nicht einfach nach diesen intensiven 90 Minuten gegen Lotte auf einem schwer bespielbaren Boden. Dazu kam die Rote Karte nach rund einer Stunde gegen Kai Nakowitsch. Man muss den Hut davor ziehen, was die Mannschaft danach in Unterzahl gebracht hat. Das ist sehr erfreulich.

Dieser Platzverweis regt mich fürchterlich auf. Das war niemals eine Rote Karte
Frank Kontny

Der Platzverweis gegen Kai Nakowitsch war äußerst umstritten. Wie bewerten Sie die Szene?
Dieser Platzverweis regt mich fürchterlich auf. Das war niemals eine Rote Karte. Selbst wenn es ein Foulspiel war, stand der zweite Mann direkt daneben. Es war keine klare Chance, sondern ein Laufduell. Ich frage mich wirklich, was der Schiedsrichter da gesehen hat. Diese Entscheidung hätte uns fast um den Lohn der Arbeit gebracht. Wenn Robin Udegbe gegen Kamil Bednarski nicht hervorragend reagiert hätte, wären wir wahrscheinlich als Verlierer vom Platz gegangen.

Simon Engelmann hat das Spiel am Ende entschieden und nun zum dritten Mal in Folge getroffen. Freut es Sie für Ihn ganz besonders, da er in den ersten Partien noch Ladehemmung hatte?
Simon hat immer für die Mannschaft gearbeitet und alles gegeben. Die ersten drei Tore von David Jansen hat er allesamt vorbereitet. Er hat sich in den letzten Spielen auch endlich selbst mit Toren belohnt. Das freut mich ganz besonders für ihn. Aber auch Raphael Steinmetz trägt seinen Teil zum Erfolg bei. Ich denke, dass wir mit diesem Trio noch sehr viel Freude haben werden. Auf dieser Position sind wir gut aufgestellt. Es darf nur nicht passieren, dass wir durch weitere Platzverweise Probleme bekommen und immer wieder eine andere Elf auflaufen muss.

Nun hat Ihre Mannschaft das erste Viertel der Saison absolviert. Wie fällt ihr Fazit aus?
Ich ziehe aus Prinzip kein Fazit mehr. Nach zwei Spielen konnten wir von einem guten Start reden, nach fünf Spielen waren wir im Niemandsland und nun sind wir wieder oben. Man muss die ganze Saison beobachten und vor allem die Liga. Momentan ist Rödinghausen oben und nicht Aachen, Viktoria, Lotte oder Rot-Weiss Essen. Das spricht für die Liga und man muss Respekt vor jedem Gegner haben. Wir haben ein ganz eindeutiges Ziel und das lautet: oben dranbleiben. Dazu zählen 36 Spielen und keine sieben, acht oder neun Spiele.

Dass Sie mit den bisherigen Leistungen einverstanden sind, können Sie aber trotzdem behaupten, oder?
Wir haben unser ganzes Gerüst nach 14 Tagen Trainingsarbeit über den Haufen werfen müssen, weil sich so ein wichtiger Spieler wie Robert Fleßers verletzt hat. Nach drei Spielen kam der Ausfall von David Jansen hinzu. Nicht zu vergessen die Platzverweise. Zuletzt haben es unsere jungen Spieler gerichtet. Steinmetz, Nakowitsch, Kurt und Steurer sind 20 Jahre alt, Gügör 18. Diese Jungs übernehmen schon jetzt Verantwortung und dafür muss ich ein Kompliment aussprechen. Gleiches gilt für den Trainer, der Tag für Tag alles aus diesen Spielern herauskitzelt. Deshalb können wir mit Fug und Recht behaupten, dass wir mit dieser Entwicklung zufrieden sind.

Autor: Martin Herms

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