In buchstäblich letzter Minute hat die U23 des FC Schalke 04 ein 1:1 (0:1) bei der Zweitvertretung des 1. FC Köln ergattert.

S04 II - Köln II

Spätes „Eiertor“ bringt Schalke einen Punkt

Carlo Strauß
19. September 2015, 19:33 Uhr
Foto: Tillmann

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In buchstäblich letzter Minute hat die U23 des FC Schalke 04 ein 1:1 (0:1) bei der Zweitvertretung des 1. FC Köln ergattert.

Thomas Rathgeber traf in der Nachspielzeit für die Königsblauen. Lucas Cueto traf für die Kölner vor der Pause (45.). Martin Heck, Trainer des 1. FC Köln II, konnte sich demnach nicht so recht über das vierte ungeschlagene Spiel in Folge freuen: "Ein Gegentor, das in der 92. Minute fällt, fühlt sich natürlich immer wie eine Niederlage an." Trotz des späten Ausgleichs war der Coach der Geißböcke keinesfalls unzufrieden. "Wir gehen in die Saison und freuen uns über jeden Punkt, den wir mitnehmen können. Von daher können wir damit leben."

Profi Maurice Exslager, einmal mehr Aktivposten in der Kölner Offensive, haderte derweil mit der Chancenverwertung: "Wir hätten in der zweiten Halbzeit früh den Deckel drauf machen können. Deswegen ist es um so bitterer, dass wir in der Nachspielzeit noch so ein Eiertor reinkriegen."

Mit dem Remis im "Heimspiel" in Bottrop tritt Schalkes U23 in der Tabelle weiter auf der Stelle. Schalkes Thilo Kehrer moniert vor allem, dass die Mannschaft offensiv noch einiges schuldig bleibt: "Man muss sagen, dass wir insgesamt schon besser spielen, die Chancen aber klarer ausspielen können, als wir es am Ende gemacht haben." Sein Trainer, Jürgen Luginger, zeigte sich dagegen nicht gänzlich unzufrieden. Dabei lobte er in erster Linie die Einstellung seiner Spieler: "Die Moral der Mannschaft war toll. Wie sie bis zum Schluss gefightet hat, das war schon positiv."

Noch schmerzhafter als der wiedermals ausgebliebene Befreiungsschlag dürfte den Bayer aber die Verletzung von Innenverteidiger Sascha Dum treffen. Der ehemalige Duisburger musste in der Begegnung im Jahnstadion bereits in der 60. Minute ausgewechselt werden. Nach einer Ecke prallte der aufgerückte Verteidiger mit Kölns Christian Kühlwetter zusammen und blieb schreiend auf dem Boden liegen. Schon früh nach seiner Auswechslung machte eine erste Prognose im Stadion die Runde: Verdacht auf Nasenbeinbruch.

Autor: Carlo Strauß

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