Die U23 von Borussia Mönchengladbach verpasste mit dem Unentschieden beim FC Kray einen möglichen Sprung auf den ersten Platz.

Gladbach U23

Nachgefragt bei André Schubert

13. September 2015, 10:07 Uhr
Foto: Michael Ketzer

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Die U23 von Borussia Mönchengladbach verpasste mit dem Unentschieden beim FC Kray einen möglichen Sprung auf den ersten Platz.

Trainer André Schubert nahm sich nach der Partie Zeit, die Leistung seiner Mannschaft zu analysieren und einen Einblick zu geben, wie die U23 den Stress der englischen Wochen verarbeiten kann:

André Schubert, hat Ihre Mannschaft eher zwei Punkte verloren? Oder einen gewonnen?
Wir haben letztendlich den Sack nicht zugemacht. Wir haben einerseits optimale Chancen, die Entscheidung herbeizuführen, andererseits haben wir unsere Führung nicht gut und ordentlich zu Ende verteidigt. Wir haben uns von der Hektik und Emotionalität der gegnerischen Mannschaft anstecken lassen und den Ball am Ende nicht konsequent aus dem Strafraum geklärt. Das ist ein Lernprozess für die jungen Spieler. Es ist jetzt ärgerlich für uns, weil es das dritte Remis ist, wo wir eigentlich als Sieger vom Platz hätten gehen müssen.

Dennoch schienen Sie nach der schwachen ersten Hälfte die richtigen Worte in der Kabine gefunden zu haben.
Trainer sind ja keine Handaufleger. Wir haben analysiert, was falsch gelaufen ist und was wir so verändern können, weshalb wir positionstechnisch umgestellt haben. Mit [person=6000]Kevin Holzweiler[/person] haben wir einen Spieler gebracht, der viele Wege auch in die Tiefe sucht. Diesmal hat er das gemacht, was in manchen Spielen nicht so gut lief. Wenn er das so macht, ist er für uns ein sehr gefährlicher Spieler.

Am Mittwoch haben Sie in London noch im Rahmen des Premier League-Cups eine Partie gegen Athletic Bilbao bestritten. Ist Ihr Team im Reisestress?
Die Jungs sind erst vor anderthalb Tagen nach Hause gekommen. Wir haben in Kray acht neue Spieler im Vergleich zu Mittwoch drin gehabt. Das haben wir seit mehreren Wochen, weshalb wir ständig wechseln müssen. Hinzu kommen drei, vier A-Jugendliche. Das ist dann sicherlich ein Substanzverlust für die Mannschaft.

Und es werden weitere englische Wochen folgen.
Genau. Wir haben nicht nur englische Wochen in Deutschland, sondern auch in England im Rahmen des Premier League-Cup, der für die Jungs eine super Erfahrung ist, aber auch wahnsinnig viel Kraft kostet. In den letzten 15 Minuten waren die Kraftreserven nicht mehr vorhanden, was doppelt bitter ist, weil sich [person=9176]Christopher Lenz[/person] vor dem späten Ausgleich verletzt hat, wir in Unterzahl agieren mussten und über die linke Abwehrseite, wo er gespielt hat, den Gegentreffer schlussendlich kassiert haben.

Kann man denn überhaupt unter der Woche noch ordentlich trainieren?
Im Moment können wir nicht viel trainieren. Wir können mal taktische Situationen besprechen und ausspielen. Intensive Geschichten, wie das Zweikampfverhalten oder die körperliche Physis, können wir nun nicht mehr trainieren. Das geht uns ein bisschen ab, dafür aber die Spielerfahrung. Davon haben wir in dieser Partie eine mehr gesammelt.

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