Nach der Länderspielpause wartet die A-Junioren-Bundesliga mit einem Kracher auf: Borussia Dortmund empfängt den FC Schalke 04 (11 Uhr).

A-Junioren

Vorzeichen haben sich vor dem Derby umgekehrt

10. September 2015, 16:51 Uhr
Foto: Ketzer

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Nach der Länderspielpause wartet die A-Junioren-Bundesliga mit einem Kracher auf: Borussia Dortmund empfängt den FC Schalke 04 (11 Uhr).

Anders als in den letzten Jahren schaut der königsblaue Nachwuchs diesmal zu seinem schwarz-gelben Konkurrenten auf. Der BVB wird alles dafür tun, sich nicht von der Tabellenspitze verdrängen zu lassen.

Einer, der den Gegner bestens kennt, ist Oguzhan Aydogan. Der 18-jährige gebürtige Marler wurde in der Jugend des FC Schalke groß, ehe er vor einem Jahr zum ungeliebten Reviernachbarn wechselte, beziehungsweise von den Schwarzgelben abgeworben wurde, wie es auf Schalke damals hieß. S04-Nachwuchschef Oliver Ruhnert war fest davon überzeugt, dass der BVB für die Verpflichtung des U-Nationalspielers „viel investiert haben“ muss. Die Schalker ärgerte, dass der Konkurrent nicht mit dem Verein in Kontakt getreten sei, sondern die Verhandlungen einzig über den Spieler liefen.

Am Sonntag müssen sich die Königsblauen allerdings nicht fürchten, dass ihnen ihr ehemaliger Kapitän gefährlich werden könnten. Zwar hat Aydogan beim BVB direkt in die Mannschaft gefunden, doch warf ihn ein Außenbandriss im Sprunggelenk in dieser Saison zurück. „Oguzhan ist erst seit einer Woche wieder im Training“, weiß BVB-Trainer Hannes Wolf. „Das Spiel kommt für ihn zu früh und lässt keine Topform zu. Schade, dass wir ausgerechnet jetzt gegen Schalke spielen und er, wenn überhaupt, nur ein paar Minuten spielen kann.“

Wir werden bestimmt nicht so tun, als wäre alles normal
BVB-Trainer Hannes Wolf

Aber nicht nur für den 18-Jährigen wäre das Spiel ein ganz besonderes gewesen. Auch seine Mitspieler wissen genau, was sie erwartet. Wolf warnt vor der Atmosphäre. „Wir werden ganz bestimmt nicht so tun, als wäre alles normal“, erklärt der BVB-Coach. Mehr Zuschauer werden kommen, die Partie wird eine deutlich größere Beachtung finden. „Wenn wir da von den Umständen überrascht wären, dann wäre das blöd. Vielmehr wollen wir das Besondere in Energie umwandeln und für uns nutzen.“

Mit viel Energie geht auch der alte Dortmunder Rivale Schalke in die Partie. Nach vier westdeutschen Meisterschaften in Folge, darunter zweimal der Gewinn des deutschen Titels, wähnen sich die Gelsenkirchener dennoch nicht in der Favoritenrolle. „Die Dortmunder haben bisher das umgesetzt, was man allgemein von ihnen erwarten konnten“, meint Oliver Ruhnert, der Direktor der „Knappenschmiede“.

Will heißen: Vier Siege und 21:3 Tore sprechen eine so klare Sprache, dass „der Gegner aufgrund der bisherigen Dominanz und vor allem seiner starken Offensive favorisiert ist“. Ruhnert meint aber auch: „Natürlich sind wir in der Lage, da mitzuhalten.“
Schalke muss ausgerechnet im Derby auf Spielmacher Christian Rubio Sivodedov verzichten. Der Schwede ist wegen seiner Gelb-Roten Karte aus der Partie gegen Borussia Mönchengladbach gesperrt.

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