Die 1:2-Niederlage gegen den FC Schalke 04 II enttäuschte Aachens Trainer Christian Benbennek sehr.

Alemannia Aachen

Benbenneks schlechte, kurze Nacht

Krystian Wozniak
09. September 2015, 13:45 Uhr
Foto: Ketzer

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Die 1:2-Niederlage gegen den FC Schalke 04 II enttäuschte Aachens Trainer Christian Benbennek sehr.

Nach einer schlaflosen Nacht sprach RS mit dem Fußballlehrer über die erste Heimniederlage der Alemannia.

Christian Benbennek, können Sie diese Niederlage einen Tag danach besser erklären?
Ich habe eine schlechte, kurze Nacht gehabt - wie immer nach Niederlagen. Ich hasse es zu verlieren. Ich bin gegen Mitternacht nach Hause gekommen und habe mir das Spiel noch einmal auf der DVD angeschaut und alles analysiert. Solche Spiele bereiten mir schlaflose Nächte.

Ich hasse es zu verlieren
Christian Benbennek

Was ist denn jetzt genau schief gegangen?
Schalke hat in der ersten Halbzeit, allen voran in der Anfangsphase sehr aggressiv angefangen und eine unglaubliche Laufbereitschaft an den Tag gelegt. Da hatten wir große Schwierigkeiten. Trotzdem hatte der Gegner nicht die Großchancen. Das Tor fiel aus dem Nichts und hat uns gelähmt und verunsichert. In der Halbzeit musste ich einiges korrigieren, dann lief es viel besser.

Doch zu einem Punktgewinn langte es nicht mehr...
Wir haben wirklich gute Chancen gehabt und sogar ein Sieg wäre noch möglich gewesen. Doch wenn du die Dinger nicht machst, dann verlierst du so ein Spiel. Das 0:2 geht natürlich überhaupt nicht, da wird man als Trainer wahnsinnig. Wir kassieren nach einem eigenen Standard einen Konter und es steht 0:2. Der 1:2-Anschlusstreffer fällt in der Nachspielzeit - das war leider etwas zu spät.

Die Tabellenführung hat die Alemannia verpasst. Nichtsdestotrotz läuft es bislang sehr gut, oder?
Natürlich. Wir haben aus sieben Spielen 16 Punkte geholt, das ist eine ordentliche Bilanz. Wir werden uns jetzt sammeln, das Spiel analysieren und am Sonntag in Köln einen neuen Anlauf nehmen. Mir tut die Niederlage nur für die Fans unheimlich leid.

Rund 10.000 Zuschauer an einem Dienstagabend, das ist für Regionalliga-Verhältnisse der Wahnsinn...
Genau das meine ich. Die Fans pilgern zum Tivoli, um die Alemannia siegen zu sehen. Wir wollen den Tivoli zu einer echten Festung machen. Da tut so eine Niederlage einfach weh. Die Fans haben uns bislang super unterstützt und jetzt wollen wir bei der Reserve des 1. FC Köln wieder gemeinsam einen Auswärtssieg feiern.

Autor: Krystian Wozniak

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