Warum Ivan Rakitic trotz schwacher Leistung Selbstvertrauen tankt, Manuel Neuer ein

Schalker Kabinengespräche nach dem 1:0 gegen den KSC

Elferkiller und Maulkörbe

hb
22. Juli 2007, 11:15 Uhr

Warum Ivan Rakitic trotz schwacher Leistung Selbstvertrauen tankt, Manuel Neuer ein "Elferkiller" ist, Marcelo Bordon nichts mehr über die Schiedsrichter sagt und Mimoun Azaouagh kein Lincoln ist. Schalker Kabinengespräche nach dem 1:0 im Premiere-Ligapokal-Viertelfinale gegen den Karlsruher SC.

Ivan Rakitic notierte trotz der mäßigen Vorstellung einen gelungenen Nachmittag in Düsseldorf. „Für die Mannschaft ist es wichtig, dass wir durchs Weiterkommen Selbstvertrauen und Moral getankt haben“, sagte der Neuzugang. „Wir hatten noch Abstimmungsprobleme, werden aber in Nürnberg wieder Gas geben.“

„Bei ihm konnte man eine gewisse Nervosität erkennen, denn vor so einer Kulisse und in dieser Atmosphäre hat er bisher nicht gespielt. In der Vorbereitung waren bisher meist 3.000 bis 4.000 Zuschauer da. In Düsseldorf war die Arena mit über 50.000 Fans voll“, nahm Trainer Mirko Slomka Youngster Rakitic in Schutz.

Auch Marcelo Bordon beunruhigte die schwache Leistung nicht. „Wir sind noch in der Vorbereitung und haben bisher kaum an der Schnelligkeit gearbeitet. Der KSC hat gut gespielt, aber eben nicht gewonnen“, bemerkte der Brasilianer.

Bordon führt übrigens in der neuen Saison den Kapitänsrat an, eine fünfköpfige Spielervertretung wie bisher gibt es nicht mehr. Seine Stellvertreter sind Fabian Ernst und Mladen Krstajic. Kevin Kuranyi, Gerald Asamoah oder Levan Kobiashvili, die sich möglicherweise Hoffnungen auf die Aufnahme in das Mannschaftsgremium gemacht hatten, bleiben außen vor.

Dass Manuel Neuer ein echter „Elferkiller“ ist, hatte er in der Bundesliga bisher noch nicht beweisen können. „In der Jugend hatte ich eine ganz gute Quote, etwa 50 Prozent“, freute sich der „Schnapper“ über den gehaltenen Strafstoß gegen Karlsruhes Ex-Schalker Tamas Hajnal. „Ihn kenne ich ja noch aus der zweiten Schalker Mannschaft,“ wusste Neuer, in welche Ecke der Ungar schießen würde.

Dass Referee Marc Seemann aus Essen überhaupt auf den Punkt gezeigt hatte, war für Bordon ein Witz. „Aber ich habe mir vorgenommen, in der kommenden Serie nichts mehr über die Schiedsrichter zu sagen“, zuckte der „Capitano“ mit den Schultern.

Wie Rakitic will auch Mimoun Azaouagh nicht mit dem Vorgänger in der Schaltzentrale verglichen werden. „Lincoln hat die klassische Zehn gespielt, wie es kaum ein anderer kann. Ich bin ein anderer Typ Fußballer und habe in Mainz zehn Partien auf der Sechs, der Acht und eben der Zehn gemacht.“, erklärte der kleine Wirbler. „Daher denke ich, dass ich überall einsetzbar bin und mir nicht zu schade sein kann, auch Defensivaufgaben zu übernehmen.“

Darío Rodriguez hat noch etwas länger Urlaub erhalten und wird am Montag in einer Woche (30. Juli) die Vorbereitung aufnehmen.

Autor: hb

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