Beim Drittligisten SC Fortuna Köln bahnt sich großes an:

F. Köln

Stadionumbau - kleine Hafenstraße im Kölner Süden?

Daniel Sobolewski
08. September 2015, 12:22 Uhr
Foto: Tillmann

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Beim Drittligisten SC Fortuna Köln bahnt sich großes an:

Wie der Verein nun bekannt gab, sitzt man gemeinsam mit der Stadt Köln und einem möglichen Auftragnehmer an Plänen für einen Umbau des gesamten Jean-Löring-Sportparks, die auch das Südstadion selbst betreffen. Sollten die Ideen komplett umgesetzt werden, würde am Vorgebirgstor eine neue Fußballarena entstehen, die der Essener Hafenstraße sehr ähnelt.

„Sporthalle und Stadion sind nicht mehr zeitgemäß“, heißt es in einem Bestandsbericht des Kölner Architekturbüros Billstein. Gemeinsam mit dem Verein entwickelten die Ingenieure einen Leitplan für einen kompletten Umbau des Geländes in drei Bauphasen. Stadion, Sporthalle, Clubheim, Trainingsflächen, Parkplätze... am Ende soll der komplette Sportpark in neuem Glanz erstrahlen.

Für Bauphase 1 ist ein Stopp der Sanierungspläne der Sporthalle angedacht. Statt die Halle, die auch als Umkleide für die Teams der Drittliga-Spiele dient, wie von der Stadt geplant zu modernisieren, wäre laut Fortuna und Billstein ein Neubau günstiger und praktischer, da die Halle so bis zur Einweihung ihres Neubaus weiter genutzt werden könnte. Außerdem will die Fortuna mit eigenen Mitteln ein neues Jugendförderzentrum bauen. Die Verschiebung des Aschenplatzes soll den Bau eines neuen und vollwertigen Trainingsplatzes möglich machen.

Neue Umkleide, neuer VIP-Bereich - Kompletter Neubau des Südstadions

Bauphase 2 würde dem ein oder anderen alteingesessenen Fortuna-Fan eine Träne in die Augen treiben. Diese sieht den kompletten Abriss der Gegengerade rund um „Stehplatz Mitte“, seit jeher Heimat der stehenden Fortuna-Fangemeinde, vor. Dort soll anschließend eine neue Sitzplatztribüne entstehen, in dessen Bauch ein Businessbereich für VIP-Gäste, Geschäftsräume für den Verein sowie neue Umkleiden gebaut werden sollen. Außerdem sieht die zweite Phase den Bau neuer Parkmöglichkeiten vor, der Festplatz soll stattdessen zu einer Grünfläche gewandelt werden.

Die dritte und letzte Bauphase steht und fällt mit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga. Sollte den Fortuna-Männern dieser Coup gelingen, will der Verein mit dem Umbau fortfahren und auch die anderen drei Tribünen des 1979 erbauten Südstadions abreißen und neu bauen. Erste Entwürfe des neuen Fußballtempels erinnern stark an das im Jahr 2012 fertiggestellte Stadion Essen, Heimat des Regionalligisten und Ex-Bundesligisten Rot-Weiss Essen. „Schlussendlich verfügt das Stadion dann je nach Planung über 15.000 bis 20.000 Plätze und wird den heutigen und künftigen Ansprüchen an eine Fußballarena für die 2. und 3. Liga gerecht“, heißt es im Planungsbericht des Architekturbüros.

Autor: Daniel Sobolewski

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