Die ewig junge Frage, wer die fußballerische Nummer eins der Stadt Hamm ist, lockte am Sonntag wieder 1750 Zuschauer in die Evora-Arena.

Hamm - Rhynern

Im Derby platzt der Knoten

06. September 2015, 20:07 Uhr
Foto: Redemann

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Die ewig junge Frage, wer die fußballerische Nummer eins der Stadt Hamm ist, lockte am Sonntag wieder 1750 Zuschauer in die Evora-Arena.

Die Antwort heißt nun erstmal wieder Westfalia Rhynern, die den vierten Spieltag mit einem 2:0 (1:0)-Auswärtssieg beendeten.
Ausgerechnet im Derby platzte der Knoten für die Elf von Björn Mehnert, der so ein Fehlstart erspart bleibt. "Der Sieg war wichtig", pustete Mehnert nach dem ersten Saisondreier tief durch.

Zu diesem reichte den Gästen sogar eine durchschnittliche Leistung, denn die HSV agierte reichlich ideenlos. So hatte das Team von Olli Gottwald zwar ein klares Übergewicht, viel mehr Abschlüsse und gefühlte zwanzig Ecken - aber irgendwie doch keine Mittel, um das Spiel zu drehen. "Ich glaube Rhynern wollte hier vor allem kein Gegentor kassieren. Das haben sie gut gemacht. Die dichte Staffelung hat uns nicht geschmeckt", musste Gottwald konstatieren. Der Spielverlauf spielte den "Rothosen" erst recht nicht in die Karten.

Denn nach acht Minuten hatte es schon das erste Mal im Kasten von Manuel Lenz geklingelt. Es war ein kurioses Tor. Nach einem Hoffmann-Freistoß versuchte Christoph Debowiak es mit einem Kopfball-Lupfer. Lenz konnte den Ball noch irgendwie ans Aluminium lenken - aber alle Vorderleute hatten da schon längst abgeschaltet. Lennard Kleine nicht, er bedankte sich. "Da waren wir im kompletten Tiefschlaf. Warum, da kein Spieler nachgesetzt hat, habe ich nicht verstanden", schüttelte Gottwald mit dem Kopf - und gratulierte Rhynern zum verdienten Sieg. Womit sich beide Nachbarn auch in der Tabelle wieder angenähert haben.

Mehnert wünscht sich aber mehr: "Ich hoffe, dass beide Vereine weit oben landen. Eigentlich müsste es ein Klub mal in die Regionalliga schaffen, das hat die Stadt Hamm einfach verdient." Ein bisschen mehr als am Sonntag müssen HSV und Westfalia dafür aber noch raushauen.

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