Krays Philipp Kunz

Der Engelmann-Schreck

Martin Herms
05. September 2015, 23:20 Uhr
Foto: Ketzer

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Der FC Kray hat in Oberhausen den ersten Saisonsieg eingefahren. Bedanken konnte sich die Mannschaft dafür vor allem bei ihrem Kapitän Philipp Kunz.

RWO-Stürmer Simon Engelmann ist derzeit nicht zu beneiden. Der Neuzugang aus Verl hat mit einer Torflaute zu kämpfen und wartet nach sechs Spielen noch auf seinen ersten Treffer für die Kleeblätter. Dass er den Bann gegen den FC Kray nicht brechen konnte, lag insbesondere an Torhüter [person=1726]Philipp Kunz[/person]. Der Kapitän der Essener erwischte einen echten Sahnetag und behielt im Privatduell Engelmann/Kunz eindeutig die Oberhand. Gleich drei klare Chancen des Oberhausener Angreifers konnte der Ex-Essener gekonnt entschärfen. "Ich kenne Simon schon aus den Duellen zu RWE-Zeiten. Auch damals habe ich gut gehalten. Gegen mich klappt es für ihn scheinbar nicht", schmunzelte Kunz.

Der 28-Jährige hatte mit seinen starken Paraden großen Anteil daran, dass seine Mannschaft den ersten Dreier der Saison einfahren konnte. Dabei sah es über weite Strecken nicht danach aus. Erneut sorgte ein Gegentor nach einer Standardsituation für einen frühen Rückstand (12.). Vier der letzten fünf Gegentore resultierten aus einem ruhenden Ball. "Vielleicht sollten wir noch ein paar Extraschichten einlegen", sinnierte Kunz. Dank seiner überragenden Leistung blieb der FCK im Spiel und drehte in der Schlussphase zur Verwunderung aller Besucher im Stadion Niederrhein eine verloren geglaubte Partie. "Wer die Dinger nicht macht, wird bestraft. So ist das im Fußball. Wir haben gezeigt, dass man mit Kampf und Leidenschaft Spiele gewinnen kann. Ich bin heilfroh, dass wir an den Sieg geglaubt und vorne die Dinger gemacht haben", sagte der Kapitän.

Morgen liegen wir alle kaputt in der Wanne und überlegen, was da wieder passiert ist.
Philipp Kunz

Nachdem der FC Kray seinem Ruf als Favoritenschreck mal wieder alle Ehre gemacht hat, kann der Klub von der Buderusstraße diesen Ruf auch in den kommenden beiden Spielen untermauern. Mit Borussia Mönchengladbach II und Viktoria Köln warten zwei weitere Regionalliga-Schwergewichte auf den FCK. Kunz blickt diesen schweren Aufgaben ganz gelassen entgegen. "Für den FC Kray sind doch alle Gegner Kracher. Wir müssen in jeder Partie über die Grenzen hinaus gehen, um eine Chance zu haben. Dass wir das so häufig gegen starke Gegner wie RWO schaffen, überrascht mich aber schon. Morgen liegen wir alle kaputt in der Wanne und überlegen, was da wieder passiert ist."

Autor: Martin Herms

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