Die SG Wattenscheid 09 kann auf einen gelungenen Saisonstart zurückblicken und hat das auch einem Neuzugang aus dem hohen Norden zu verdanken.

SGW

Christopher Braun - der heimliche Star

Nils Jewko
06. September 2015, 11:17 Uhr
Foto: Gröner

Foto: Gröner

Die SG Wattenscheid 09 kann auf einen gelungenen Saisonstart zurückblicken und hat das auch einem Neuzugang aus dem hohen Norden zu verdanken.

An [person=29458]Christopher Braun[/person] führt aktuell kein Weg vorbei – das gilt sowohl für seine Teamkollegen als auch für seine Gegenspieler. Die Position des rechten Verteidigers bei der SGW ist fest in den Händen des 24-Jährigen, der im Sommer vom VfB Oldenburg an die Lohrheide wechselte und sich bereits als große Verstärkung für die Wattenscheider erwiesen hat. Braun macht seine Außenbahn regelmäßig dicht und besticht neben seinen Defensivqualitäten vor allem durch seine offensiven Vorstöße. Mit seiner Schnelligkeit sucht er oft den Weg zur Grundlinie, um seine Mitspieler im Zentrum mit flachen oder hohen Hereingaben zu füttern.

Und das Ganze mit Erfolg. Im Spiel bei der Reserve von Fortuna Düsseldorf bereitete Braun den Ausgleichstreffer von [person=1712]Adrian Schneider[/person] mit einer mustergültigen Flanke vor und verhinderte damit nach der Führung der Gastgeber durch Aaram Abdelkarim kurz vor Schluss die zweite Saisonniederlage der SGW. „In der ersten Halbzeit bin ich schon ein paar Mal durchgelaufen und in der Szene wollte ich den Ball eigentlich flach reinschieben. Aber dann habe ich gesehen, dass Adrian am zweiten Pfosten steht und nach einem Haken kam der Ball mit etwas Glück dorthin“, sagt Braun über den 1:1-Ausgleichstreffer.

Wie wichtig der Deutsch-Ghanaer für die SGW ist, zeigt auch ein kurzer Blick auf die Statistik. In allen fünf Saisonspielen stand Braun über die gesamte Spielzeit auf dem Platz und genießt dabei das volle Vertrauen von Trainer Farat Toku. „Ich weiß, was ich an Chris habe und ich weiß, zu was er fähig ist. Er macht seine Sache sehr gut und ich bin sehr zufrieden mit ihm“, betont der Wattenscheider Coach.

Die Fähigkeiten von Braun sind Toku allerdings schon länger bekannt. In der Saison 2013/2014 stand der 35-Jährige an der Seitenlinie des SV Wilhelmshaven, für den Braun zu dieser Zeit ebenfalls seine Fußballschuhe schnürte. „Das ist aber kein Bonus für mich“, sagt der Abwehrmann und schob nach: „Ich muss mich jede Woche, wie jeder andere Spieler auch, neu beweisen. Wir haben in unserem Kader sehr gute Spieler, die sich eins zu eins ersetzen können. Von daher ist es gut, dass mir momentan vertraut wird und ich versuche, das mit Leistung zurückzuzahlen.“

Diese bringt Braun derzeit ohne Fehl und Tadel – und das hängt auch mit dem gesamten Kader der SGW zusammen. „Ich wurde von der ersten Minute an super aufgenommen und hab mich bei den Jungs direkt wohlgefühlt. Sie haben mir den Einstieg sehr einfach gemacht und mich überall hin mitgenommen“, berichtet Braun. Ein weiterer Faktor für die gezeigten Leistungen dürfte seine gute fußballerische Ausbildung sein. In der Jugend spielte Braun unter anderem für den Hamburger SV sowie den FC St. Pauli und während der vergangenen Saison zählte er beim VfB Oldenburg in der Regionalliga-Nord zum Stammpersonal.

Bei seiner ersten Station im Ruhrgebiet kann Braun ebenfalls auf einen gelungenen Auftakt zurückblicken. Nach fünf Spielen haben die Wattenscheider, die letztes Jahr bis zum Schluss um den Klassenerhalt zittern mussten, acht Zähler auf dem Konto. „Für unsere Verhältnisse haben wir eine gute Punkteausbeute erzielt. Für den Moment können wir zufrieden sein, aber es geht immer weiter“, sagt Braun. Wohin die Reise für die SGW in dieser Spielzeit hingeht, ist noch offen. Für ein Jahr im ruhigen Fahrwasser spricht allerdings nicht zuletzt die Verpflichtung von Christopher Braun, den sicher kaum ein Fan auf dem Zettel hatte.

Autor: Nils Jewko

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Mannschaften

Rubriken

Kommentieren