Der Streit um die Auswärtsspiele des Wuppertaler SV in der Oberliga Niederrhein geht in die nächste Runde.

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WSV bringt Vereine und Verband gegen sich auf

Martin Herms
04. September 2015, 00:22 Uhr
Foto: Deutzmann

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Der Streit um die Auswärtsspiele des Wuppertaler SV in der Oberliga Niederrhein geht in die nächste Runde.

Wolfgang Jades, Vorsitzender des Fußballausschusses beim FVN, hatte die Auslosung der zweiten Runde des Niederrheinpokals am Donnerstagabend in Oberhausen zum Anlass genommen, ein klärendes Gespräch mit den Vereinen der Oberliga Niederrhein zu führen. Nach wie vor gibt es Redebedarf aufgrund der Auswärtsspiele des Wuppertaler SV. Mit dem KFC Uerdingen ist nun ein zweiter Sonderfall hinzugekommen, der gerade die kleineren Vereine aufgrund seines großen Zuschauerpotentials genau wie der WSV vor organisatorische und finanzielle Probleme stellt.

Obwohl nur wenige Vertreter aus der Oberliga Niederrhein vor Ort waren, ergriff Jades das Wort und wies zunächst die übrigen Vereine auf einige Verfehlungen hin. So wurde vor zwei Jahren beschlossen, dass der WSV zu seinen Auswärtsspielen zehn Ordnungskräfte unterstützend zur Verfügung stellt und diese auch bezahlt. Hierbei handelt es sich um einen Kostenpunkt von rund 1000 Euro pro Partie. Diese sollen sich jedoch ausschließlich um die Gästefans kümmern. Offenbar wurden die Ordner bei einigen Begegnungen in das gesamte Sicherheitskonzept eingebettet und somit auch mit anderen Aufgaben bedacht. Zudem warnte Jades davor, Top-Zuschläge bei Heimspielen gegen den WSV und den KFC ausschließlich für die Gästefans zu erheben. In der Vergangenheit gab es anscheinend einige Verfehlungen der Oberligisten.

So geht man nicht miteinander um. Das werden wir nicht akzeptieren
Wolfgang Jades

Als dann ein Vertreter des WSV das Wort ergriff, wurde es hitzig in den Räumlichkeiten des Oberhausener Nachwuchsleistungszentrums. Dieser teilte den Anwesenden mit, dass der Wuppertaler SV "nach genauer Prüfung" nicht mehr bereit sei, die Kosten für die zehn Ordner zu übernehmen und wies diese Aufgabe den gastgebenden Vereinen zu. "Wem das nicht passt, kann mit uns gerne das Heimrecht tauschen." Ein echter Arroganz-Anfall, der vor allem Jades zum Kochen brachte.

Zunächst meldete sich ein anwesender Vertreter des Aufsteigers 1.FC Mönchengladbach zu Wort. Dieser wehrte sich entschieden gegen die Forderung der Bergischen. "Das ist schon ohne das Geld für die Ordner ein Minusgeschäft, da brauchen wir erst gar keine Wuppertaler Fans ins Stadion lassen." Vom WSV-Vertreter gab es wie zuvor eine ähnlich unsachliche Antwort: "Das ist nicht unser Problem."

An dieser Stelle platzte Jades endgültig der Kragen. Der FVN-Boss brach die Diskussionsrunde mit einigen deutlichen Worten in Richtung des WSV ab: "So geht man nicht miteinander um. Das werden wir nicht akzeptieren. Vor zwei Jahren wurde eine Absprache getroffen. Wenn Sie nicht mehr damit einverstanden sind, müssen Sie dagegen klagen."

Autor: Martin Herms

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