Trainer Peter Kunkel weiß um die Unerfahrenheit seiner Spieler, deren Entwicklung er weiter voran treiben möchte.

RWO II

"Sind noch etwas grün hinter den Ohren"

Carlo Strauß
05. September 2015, 09:17 Uhr
Foto: Tillmann

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Trainer Peter Kunkel weiß um die Unerfahrenheit seiner Spieler, deren Entwicklung er weiter voran treiben möchte.

Mit lediglich drei Punkten aus vier Spielen ist die Zweitvertretung des Rot-Weiß Oberhausen natürlich nicht optimal gestartet. Doch Trainer Peter Kunkel lässt sich davon nicht unterkriegen: "Wir haben einen Umbruch, eine komplett neue Mannschaft mit zum Teil nur 18- oder 19-Jährigen. Das braucht alles Zeit. Da muss man Geduld haben."

Wegen einiger Verletzungen in der ersten Mannschaft muss Kunkel auch auf ein paar Spieler verzichten, die nach "oben" abgestellt werden. Deswegen könne es mit manchen Abläufen einfach noch nicht klappen. Auch das Fehlen von Kapitän [person=1370]Marcel Landers[/person] hat sich bemerkbar gemacht, "weil er einer ist, der die Jungs auch mal führen kann." Selbst Spieler, die nach langer Verletzungspause aus der "Ersten" für Spielpraxis runter geschickt werden, können auch nicht auf Anhieb ihr gewohntes Leistungspotenzial ausschöpfen.

Darüber hinaus bringt er aber auch selbstkritisch an, dass so manches Gegentor hätte vermieden werden können: "Wir sind in manchen Situation einfach noch zu grün hinter den Ohren. Aber das ist halt eine Lernphase." Die Spieler müssten gerade im Bereich Zweikampf und Aggressivität noch lernen: "Die Jungs müssen sich noch die Mentalität aneignen, jeden Zweikampf gewinnen zu wollen. Spiele werden durch Aggressivität und Zweikämpfe entschieden, nicht durch Taktik."

Eine Prognose für die Saison kann der ehemalige Profi zu diesem noch frühen Zeitpunkt nicht stellen. Daher stehe die Entwicklung der zum Teil noch sehr jungen Spieler im Vordergrund. So kam seine Elf bei der Niederlage in Schonnebeck auf ein Durchschnittsalter von unter 20 Jahren. Neben der regelmäßigen Trainingseinheiten sei dabei vor allem die Spielpraxis entscheidend, da für ihn Training und Spiel "schon noch etwas Anderes" seien.

"Spiele werden durch Aggressivität und Zweikämpfe entschieden, nicht durch Taktik."
Peter Kunkel

Trotz der derzeitigen Situation lässt sich der Coach aber auch nicht von seinem Kurs abbringen und gibt sich kämpferisch: "Ich sehe gegen jeden Gegner die Chance, Fußball zu spielen und Tore zu erzielen. Das gilt auch für Uerdingen oder Schonnebeck."

Am Wochenende geht es für die Oberhausener im zweiten Auswärtsspiel in Folge zum TV Jahn Hiesfeld. Das Team aus Dinslaken hat dabei mit zwei Punkten aus vier Spielen selbst einen eher holprigen Start hingelegt. Doch Kunkel weiß: "Hiesfeld ist eine gute Manschaft." Für ihn selbst ist der Gegner kein Unbekannter, da man "in den letzten zwei bis drei Jahren um die 10 Leute" nach Hiesfeld abgegeben habe.

Der Trainer der "Zweiten" des RWO fordert von seinen Spielern, dass man die leichten Fehler aus dem Spiel gegen Schonnebeck abstelle. Um nicht "frühzeitig der Musik hinterher zu laufen", wäre ein Dreier in Hiesfeld auch für die weitere Entwicklung der jungen Truppe sehr wichtig: "Wie soll man sich durch Niederlagen Selbstvertrauen holen? Die Jungs müssen jetzt einfach die dummen Fouls abstellen und sich selbst belohnen."

Daher werde er bereits in dieser Trainingswoche Abläufe einstudieren, um die Partie positiv zu gestalten. Was sein Personal angeht, so kann der gebürtige Essener am kommenden Sonntag zum ersten Mal seit Wochen aus dem Vollen schöpfen.

Autor: Carlo Strauß

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