Zuletzt machten Fans von Borussia Dortmund bundesweit mit ihrem geplanten Boykott des Auswärtsspiels bei der TSG Hoffenheim von sich reden.

Dauerkartenpreise

BVB-Fans fühlen sich abgezockt

Aaron Knopp
02. September 2015, 14:15 Uhr
Foto: firo

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Zuletzt machten Fans von Borussia Dortmund bundesweit mit ihrem geplanten Boykott des Auswärtsspiels bei der TSG Hoffenheim von sich reden.

Nun aber müssen sich die Schwarz-Gelben mit einem ganz ähnlichen Problemen im eigenen Verein auseinandersetzen. Die Dauerkartenpolitik des BVB bringt die Fans gegen die Klubführung auf. Inzwischen hat der Verein einen Fehler eingeräumt und die Abbuchung gestoppt!

Auf der Fanseite „Schwatzgelb“ sind gleich zwei Statements zu finden, in denen Fans die Preispolitik des BVB scharf kritisieren. Dass Borussia Dortmund Dauerkarteninhaber schon vor Jahren dazu verpflichtet habe, DFB-Pokal-Partien und internationale Spiele mitzunehmen und die Option auf Besuch jedes einzelnen Spiels abzuschaffen, erweise sich nun „billiger Trick“, kritisiert ein Autor. Diese Hintertür brauche man inzwischen schon gar nicht mehr, „man poltert direkt ins Wohnzimmer.“

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Der BVB hat die Dauerkartenpreise gegenüber der Vorsaison um 13,4 Prozent erhöht. Dabei geht es in dieser Saison bekanntlich international in der Europa League gegen Teams wie Qäbälä oder Krasnodar und nicht mehr die Champions-League-Elite vergangener Jahre. Auf teuren Sitzplätzen könnte das eine klammheimliche Erhöhung der Preise von über 15 Euro pro Spiel bedeuten.

„Wenn in der Geschäftsführung des BVB schon kaum noch ein Fünkchen Anstand zu finden ist, so wird hoffentlich wenigstens der kaufmännische Sachverstand zu der Erkenntnis gelangen, dass man das Rad dieses Mal zu weit gedreht hat. Zu diesen Bedingungen wird auf den Sitzplätzen sicher kaum noch jemand im nächsten Jahr seine Option ziehen. Verarschen lässt man sich nämlich selten zweimal“, heißt es dazu auf schwatzgelb.de „Ohne Rabatt für die sichere Abnahme der Tickets, wie er mit jeder Dauerkarte sonst verbunden ist, und ohne einen bereits zu Saisonbeginn feststehenden Preis für jedes einzelne, potentiell zu bezahlende Spiel ist für 2016/17 ein Szenario zu befürchten, das es in Dortmund lange nicht mehr gab: Ein nur halb gefülltes Westfalenstadion. Selbst verschuldet, weil die Vereinsführung den Hals nicht voll genug bekommen konnte.“

Die „marktüblichen Preise“ werde man etwa für das Spiel gegen Qäbälä nun zwar zähneknirschend zahlen müssen, für die kommende Saison werde dieses Gebaren aber Konsequenzen nach sich ziehen müssen. „Wer Hamburg oder Hoffenheim boykottiert, wird vor der Dreistigkeit im eigenen Laden nicht kapitulieren.“ Der BVB hat inzwischen eingelenkt. Wie der Verein bekanntgab, sei ihm bei ein Fehler unterlaufen und die Abbuchung inzwischen gestoppt worden.

Autor: Aaron Knopp

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