Nach seinem Ausraster gegen Mitspieler Kieron Dyer muss Lee Bowyer von Newcastle United die nächsten vier Partien von der Tribüne aus verfolgen. Zudem droht dem Engländer noch eine saftige Geldstrafe.

Newcastles Rüpel Bowyer für vier Spiele gesperrt

sew
05. April 2005, 15:46 Uhr

Nach seinem Ausraster gegen Mitspieler Kieron Dyer muss Lee Bowyer von Newcastle United die nächsten vier Partien von der Tribüne aus verfolgen. Zudem droht dem Engländer noch eine saftige Geldstrafe.

Nach seinem tätlichen Angriff auf Teamkollege Kieron Dyer ist Mittelfeldspieler Lee Bowyer von Newcastle United vom englischen Fußball-Verband (FA) für vier Plichtspiele gesperrt worden. Dem 28-Jährigen, dem von seinem Klub bereits sechs Wochengehälter in Höhe von etwa 375.000 Euro gestrichen worden waren, droht außerdem wegen "brutalen Verhaltens" eine empfindliche Geldstrafe der FA.

Dyer für drei Partien gesperrt

Auch Dyer wurde von der FA gesperrt, jedoch "nur" für drei Spiele, galt Bowyer doch als Auslöser der Schlägerei. Damit wies der Verband den Einspruch Newcastles gegen eine Strafe für "Opfer" Dyer ab. Bowyer hat nun bis zum 20. April Zeit, um auf die Anklageschrift zu reagieren. Für den 22. April hat die Disziplinar-Komission der FA die Verhandlung angekündigt.

Bowyer und sein Teamkollege Dyer hatten sich am vergangenen Samstag bei der 0:3-Niederlage gegen Aston Villa in der 82. Minute eine heftige Prügelei auf dem Platz geliefert. Angeblich soll der 28-jährige Bowyer Auslöser des Faustkampfes gewesen sein. Beide Spieler waren vom Schiedsrichter des Feldes verwiesen worden. Dyer wurde seitens des Vereins nicht belangt.

"Bowyer sollte niederknien"

Bowyer war erbost darüber, dass ihn sein Teamkollege nicht angespielt hatte. Beide Streithähne gehören weiter zum Kader von Newcastle und hatten sich vor laufenden Fernsehkameras bereits direkt nach Spielschluss wieder vertragen. Vor allem Bowyer müsse den Verantwortlichen für ihre Gnade dankbar sein, meinte "Magpies"-Präsident Freddy Shepherd. "Bowyer sollte niederknien und sich glücklich schätzen, dass wir ihn behalten", sagte er: "Wir waren berechtigt, ihn rauszuwerfen."

Autor: sew

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