Interne Querelen sorgten in den letzten beiden Tagen für ordentlich Zündstoff beim Traditionsverein FC Remscheid.

FC Remscheid

Präsident und Marketingchef gehen

01. September 2015, 11:38 Uhr
Foto: Tillmann

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Interne Querelen sorgten in den letzten beiden Tagen für ordentlich Zündstoff beim Traditionsverein FC Remscheid.

Im Anschluss an den ersten Saisonsieg zuhause gegen Blau-Weiß Oberhausen am Sonntag informierte das Trainerteam um Ingmar Putz, Sigitas Jakubauskas und Markus Hosnjak den Verein und die Mannschaft darüber, nicht mehr mit Marketing-Chef Jürgen Wellmann zusammenarbeiten zu wollen.

"Es gibt diese Unstimmigkeiten seit längerer Zeit", erklärt Putz, "Wir haben bereits im Sommer darauf hingewiesen, dass der Marketingleiter sich nicht in sportliche Dinge einzumischen hat. Uns wurde dann gesagt, dass Herr Wellmann dies nicht mehr tut, trotzdem sind zum Beispiel Anrufe bei Spielern nicht abgerissen." Schließlich sahen Putz und sein Team keine andere Möglichkeit als den Verein vor die Wahl zu stellen: Sie oder Jürgen Wellmann.

Trainerteam zurück an der Seitenlinie

Nun scheint die Entscheidung gefallen. Noch am Montag gaben sowohl Wellmann, als auch Präsident Michael Kleinbongartz ihren Rücktritt bekannt, sodass einer Rückkehr des Trainergespanns nichts im Wege steht. "Ich habe am Dienstagmorgen den Anruf bekommen, dass ich das Training wieder leiten soll. Damit ist das Thema erledigt", bestätigte Putz auf RS-Anfrage. Dennoch war ihm wichtig, eines klar zu stellen: "Es ging dabei nicht um meine Person. In der Regel bin ich auch nicht dafür, Ultimaten zu stellen, aber wenn Leuten wie meinen beiden Co-Trainern die seit 20-30 Jahren im Verein sind, Dinge unterstellt werden, die schlichtweg nicht wahr sind, dann bleibt nichts anderes übrig."

Besonders gefreut hat sich der 46-Jährige über den Rückhalt der Mannschaft: "Als wir der Mannschaft unsere Entscheidung am Sonntag nach dem Spiel mitgeteilt haben, sind sofort um die zehn Spieler auf uns zugekommen und haben gesagt, dass sie den Verein dann auch verlassen wollen. Da dies aber nicht unsere Absicht war, haben wir klar gemacht, dass sie damit nichts zu tun haben." Jetzt scheint der Sachverhalt zumindest vorerst gelöst und der Landesligist kann den Trainingsbetrieb normal fortsetzen. Putz befürchtet sogar, dass "die letzten beiden Tage die Mannschaft noch enger zusammenrücken lassen haben."

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