Aufstiegskandidat TuSEM Essen hat in der Kreisliga A Nord-Ost einen perfekten Saisonstart hingelegt und auch das dritte Spiel gewonnen.

TuSEM Essen

Bereit für den nächsten Schritt

01. September 2015, 09:07 Uhr
Foto: Philipp Reiche

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Aufstiegskandidat TuSEM Essen hat in der Kreisliga A Nord-Ost einen perfekten Saisonstart hingelegt und auch das dritte Spiel gewonnen.

Nach zahlreichen trostlosen Jahren in den Niederungen der Kreisliga B hat sich die Fußballabteilung des TuSEM zu einer der besten Adressen im Essener Amateurfußball aufgeschwungen. Im Frühjahr sorgte der Klub vom Fibelweg durch den Kreispokalsieg und der Teilnahme am Niederrheinpokalsieg für Aufsehen. Auf dem Weg dorthin wurden gleich vier Bezirksligisten aus dem Weg geräumt - ein eindeutiges Indiz für die Leistungsstärke dieser noch jungen, aber hochtalentierten Mannschaft.

Den großen Durchbruch möchten die Rot-Weißen in diesem Jahr auch in der Meisterschaft in Angriff nehmen. Die ersten beiden Spielzeiten nach dem Aufstieg in die Kreisliga A waren durchaus vielversprechend. Dass es für die Ligaspitze noch nicht gereicht hatte, war der fehlenden Erfahrung des Kaders geschuldet. Gerade gegen die vermeintlich schwächeren Teams der Liga ließ das Team von Aufstiegstrainer Kevin Busse viel zu häufig Federn, um ernsthaft mit den besten Teams der Liga konkurrieren zu können. Tiefstehende Gegner waren für den TuSEM in der Vergangenheit trotz seines enormen spielerischen Potentials regelmäßig Stolpersteine.

Dieses Problem scheint der Klub von der Margarethenhöhe in diesem Jahr in den Griff bekommen zu haben. In den ersten drei Partien gegen TuRa 86 (2:0), Tgd. Essen-West (2:0) und TuS Essen-West 81 II (5:0) gab sich die Busse-Elf keine Blöße. "Der Start ist aus unserer Sicht geglückt, wir haben speziell am Sonntag gegen 81 II hochverdient gegen einen Gegner gewonnen, der fast ausschließlich defensiv agiert hat. Im letzten Jahr hat uns gegen diese Teams die Routine gefehlt", sagt der Coach der Essener.

In dieser Verfassung zählt das Team nun zu den ganz heißen Kandidaten auf den Bezirksliga-Aufstieg, zumal die Rahmenbedingungen am Fibelweg für Kreisliga-Verhältnisse weiterhin glänzend sind. Im Schnitt kann Busse 20 Spieler zu den Trainingseinheiten begrüßen. "Die Einstellung der Jungs ist hervorragend. So macht es auch als Trainer jede Menge Spaß", betont der frühere Jugendtrainer von Rot-Weiss Essen, der das Thema Aufstieg vorerst nicht allzu hoch hängen will.

Die Zurückhaltung ist nicht unbegründet, denn neben seiner Mannschaft stehen mit Aufsteiger BVA, der SG Altenessen und der SG Schönebeck noch drei weitere Teams verlustpunktfrei an der Spitze. Zudem dürften auch TuS Helene, TuS Holsterhausen, die SF Altenessen 18 und das neuformierte Team von TuRa 86 weiterhin zum Kandidatenkreis gehören. "Die Liga ist in diesem Jahr sehr ausgeglichen, eine Übermannschaft gibt es nicht", weiß Busse. "Wir haben keinen Druck und wollen uns in Ruhe weiterentwickeln. Unser Faustpfand ist, dass wir vom Kollektiv leben und nicht von teuren Einzelspielern abhängig sind. Diesen Weg setzen wir fort."

Autor: Martin Herms

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