Rot-Weiß Oberhausen ist am Mittwochabend auf Schalke mit einem blauen Auge davongekommen. Die geglückte Aufholjagd stimmte die Verantwortlichen versöhnlich.

RWO

Zimmermann sucht den Schulterschluss mit den Fans

Martin Herms
27. August 2015, 13:25 Uhr
Foto: Ketzer

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Rot-Weiß Oberhausen ist am Mittwochabend auf Schalke mit einem blauen Auge davongekommen. Die geglückte Aufholjagd stimmte die Verantwortlichen versöhnlich.

Selten war die Stimmung im RWO-Lager so angespannt wie nach der deftigen 1:4-Heimpleite am vergangenen Samstag gegen Alemannia Aachen. Das zuvor so starke Oberhausener Team war über 90 Minuten chancenlos gegen den Titelkandidaten vom Tivoli. Das schwache Spiel der Kleeblätter übertrug sich auch auf Gemütslage der Fans. Im weiten Rund des Stadions Niederrhein waren ausschließlich die mitgereisten Aachener Anhänger zu hören. Das veranlasste RWO-Trainer Andreas Zimmermann nach der Partie dazu, Kritik am eigenen Anhang zu üben. "Vielen Dank für die Unterstützung!", lautete sein sarkastischer Kommentar.

In der Veltins-Arena droht zunächst ein ähnliches Szenario. Die Mannschaft schien erneut neben der Spur zu sein und lag frühzeitig mit 0:2 im Hintertreffen. Die knapp 250 mitgereisten Fans der Rot-Weißen schauten sich das Treiben auf dem Rasen zunächst regungslos an. Nach einer knappen halben Stunde wachte der Gästeblock aber auf und fing an, die Mannschaft lautstark zu unterstützen. Die Spieler dankten es mit einer Leistungssteigerung im zweiten Durchgang und dem letztlich hochverdienten 2:2-Ausgleich.

Zimmermann, dessen Kommentare nach dem Aachen-Spiel im Netz kontrovers diskutiert wurden, suchte dieses Mal den Schulterschluss mit den Fans. "Wer Kritik übt, muss auch loben können, wenn es angebracht ist. Es waren zwar nicht viele RWO-Fans in der Arena, aber diejenigen, die dort waren, haben uns hervorragend unterstützt. Das haben die Spieler gespürt. Ich hoffe, dass dieses Thema jetzt erledigt ist und wir uns auch in den nächsten Wochen auf unseren Anhang verlassen können. Die Mannschaft wird alles dafür tun, um die Fans nicht zu enttäuschen", versichert Zimmermann.

Autor: Martin Herms

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