Nach einigen Wacklern zum Testspielauftakt gegen Frankfurt überzeugte Torwart Sebastian Stefaniszin beim Spiel der Füchse Duisburg gegen Krefeld auf ganzer Linie.

Duisburgs Stefaniszin

Bus statt Fünf-Sterne-Hotel

25. August 2015, 18:07 Uhr
Foto: Kölsch

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Nach einigen Wacklern zum Testspielauftakt gegen Frankfurt überzeugte Torwart Sebastian Stefaniszin beim Spiel der Füchse Duisburg gegen Krefeld auf ganzer Linie.

Herausragend beim 1:3 des Drittligisten gegen den Erstligisten war vor allem die Szene in Minute 52, als der 28-Jährige einen 2-auf-0-Konter der Seidenstädter mit aller Seelenruhe entschärfte. Wenig überraschend hatten sowohl EVD-Trainer Tomas Martinec wie auch KEV-Coach Rick Adduono nach dem Spiel ein Sonderlob für den DEL-erfahrenen Schlussmann parat, der im letzten Jahr noch Ersatztorwart beim DEL-Traditionsklub Kölner Haie war.

Grund genug, den neuen Schlussmann zum Gespräch zu bitten und ihm einige Fragen zum neuen Klub und zur neuen Heimat zu stellen.

Herr Stefaniszin, Sie standen gegen Krefeld häufiger im Mittelpunkt, als man es sich als Torwart wünscht, konnten sich aber auch mehrfach mit herausragenden Paraden auszeichnen...
Eigentlich war es ja schon vorher klar, dass ich gegen Krefeld viel aufs Tor bekommen werden. Es ist aber als Torwart auch angenehm, viele Schüsse zu kriegen. Wenn man am Anfang ein paar hält, bekommt man schnell Selbstvertrauen. Aber es kann so oder so ausgehen. An einem Tag hält man alles und eine Woche später kassiert man acht Stück.

Die Mannschaft hat jetzt die ersten zwei Testspiele absolviert. Wie ist der erste Eindruck vom neuen Team?
Ich fand es gut, dass wir gegen Krefeld wieder so viel gelaufen sind, nachdem einen Tag vorher schon das Spiel gegen Frankfurt war. Wir haben in beiden Spielen sehr gut dagegengehalten und vom Fitnesslevel sind wir schon ganz gut drauf. Nun müssen wir noch die kleinen Fehler abstellen und taktisch ein bisschen besser werden.

Manchmal macht es in kleinen Hallen mehr Spaß
Sebastian Stefaniszin

Sie sind von der DEL in die drittklassige Oberliga gewechselt. Fühlen Sie sich bislang in Ihrem neuen Umfeld in Duisburg wohl?
Ich fühle mich bislang sehr wohl hier. Es macht Spaß, mit den Spielern zu arbeiten, wir haben hier ein sehr professionelles Umfeld. Und es ist gar nicht mal so ein Riesenunterschied, es ist nun einmal immer noch eine Eishockeymannschaft. Man fährt zu Auswärtsspielen vielleicht nicht einen Tag vorher und übernachtet dann in einem Fünf-Sterne-Hotel, sondern nimmt am Spieltag den Bus.

Ein großer Unterschied zum Vorjahr ist aber sicherlich die Spielstätte. Von der modernen, riesengroßen Mehrzweckhalle in die alte, kalte Eissporthalle.
Die Halle an sich kenne ich ja schon, die gibt es ja in der Form auch in Iserlohn und in Essen (tatsächlich sind die Eissporthallen der Roosters, der Moskitos und der Füchse annähernd baugleich, Anm. d. Red.). Ich finde die Halle schön, es ist ein gutes Eishockeystadion und wir haben hier viel Stimmung. Wenn jetzt in der Kölnarena mal nur 10.000 Zuschauer sind, ist es dann auch schon ein bisschen leise. Manchmal macht es in einem Stadion wie diesem hier mehr Spaß.

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