Während das Thema Kevin de Bruyne mittlerweile selbst die eingefleischten Fußball-Junkies nervt, ist Simon Terodde zur Stunde geradezu eine „Nebensächlichkeit“.

VfL Bochum

(Noch) kein Angebot für Terodde

24. August 2015, 09:37 Uhr
Foto: firo

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Während das Thema Kevin de Bruyne mittlerweile selbst die eingefleischten Fußball-Junkies nervt, ist Simon Terodde zur Stunde geradezu eine „Nebensächlichkeit“.

Denn schon im Mai wurde der Stürmer mit dem Erstligisten Werder Bremen in Verbindung gebracht. Eine RS-Nachfrage zeigte: Nichts steckte hinter diesem Gerücht. Seit Mitte letzter Woche nimmt das Thema wieder Fahrt auf.

Die Interessenten wechseln dabei bunt. Mal ist es Hannover, dann Hertha BSC und plötzlich Mainz 05, die angeblich in dieser Woche dem VfL eine Offerte unterbreiten werden. Das kann für die Beteiligten Klubs allerdings ein ganz teurer Spaß werden, denn Sportvorstand Christian Hochstätter stellte schon am Freitag unmissverständlich fest: „Für die kolportierten zwei Millionen Euro werden wir ihn definitiv nicht ziehen lassen.“

Dass Teroddes Berater in einem Zeitungsinterview ausführlich erklärte, dass „Simon gerne in Liga eins spielen möchte“, ist auch nur ein Vorgeplänkel, bevor es überhaupt in ernste Gespräche gehen kann. Hochstätter allerdings macht klar: „Ich gehe davon aus, dass wir mit dem derzeitigen Kader die Saison beenden.“ Natürlich ist der VfL finanziellen Zwängen unterworfen, doch spätestens seit dem Reingewinn bei Michael Gregoritsch (ca. 1,75 Millionen Euro) besitzt der VfL einen größeren Handlungsspielraum, und damit auch die Möglichkeit, nein zu sagen.

„Wir erarbeiten uns Tag für Tag im Training einen klaren Plan“
Simon Terodde

Der Spieler selbst reagiert nicht anders, als vor einigen Monaten: Schweigt zu jeder Nachfrage und überzeugt durch Treffer und Leistungen auf dem Platz. Vier Tore in vier Ligaspielen, drei Pokaltreffer – Terodde füllt die Rolle des Chefknipsers perfekt aus. Das honoriert die Fangemeinde, die „Simon Terodde“-Sprechchöre nach dem Abpfiff konnte man wahrscheinlich noch weit außerhalb des Stadions vernehmen. „Was wir zurzeit erleben, macht jedem VfLer Spaß. Die Leute im Ruhrgebiet leben den Fußball und haben uns gerade in der zweiten Halbzeit noch einmal richtig nach vorne gepeitscht. So gewinnt man dann Spiele.“

Dass die Mannschaft nach dem unglücklichen Rückstand nicht in Hektik verfiel, verwunderte Bochums Chef-Knipser überhaupt nicht: „Wir erarbeiten uns Tag für Tag im Training einen klaren Plan, da bringt uns auch ein schneller Rückstand nicht aus dem Konzept. Wir haben viel Selbstvertrauen, wissen, dass Nürnberg uns nicht an die Wand spielen kann, und das hat man auch gesehen.“

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