BVB

Wiedererstarkter Schmelzer denkt nicht an DFB-Elf

Sebastian Weßling
24. August 2015, 09:07 Uhr
Foto: firo

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Die Frage kam Marcel Schmelzer ein wenig zu früh: "Wir haben vorher noch zwei Spiele mit Borussia Dortmund", sagte der Linksverteidiger nach dem 4:0-Sieg beim FC Ingolstadt.

Zuvor wurde er auf die im September anstehenden Länderspiele angesprochen. "Das ist jetzt meine Hauptaufgabe."

Vor wenigen Monaten erst wäre wohl kein Journalist ernsthaft auf die Idee gekommen, Schmelzer mit der Nationalmannschaft in Verbindung zu bringen - doch im Spätsommer 2015 ist einiges anders. Beim DFB herrscht bekanntlich dringender Bedarf nach Außenverteidigern - und vor allem nach solchen, die derart überzeugend aufspielen, wie es Marcel Schmelzer seit Saisonbeginn tut.

Unter dem neuen Trainer Thomas Tuchel darf der gelernte Stürmer offensiver agieren als zuletzt unter Jürgen Klopp - und das kommt seinem Spiel deutlich entgegen. Immer wieder schaltet er sich ins Angriffsspiel ein, schlägt präzise Flanken und bereitet Tore vor. In Ingolstadt legte er schon nach sechs Minuten Marco Reus die erste BVB-Großchance auf, später war er es der den Elfmeter zum 2:0 herausholte.

Doch das ist nicht der einzige Grund für das Formhoch des 27-Jährigen: "Seit der Winterpause bin ich verletzungsfrei, das ist für mich sehr wichtig", sagt er. "Mein Körper fühlt sich viel besser an, ich kann in den englischen Wochen komplett Gas geben und ich hoffe, dass das so bleibt."

Ähnlich dürfte es allen Dortmundern gehen, die nach dem Spieltag auf die Tabelle blicken: Erstmals seit September 2013 steht der BVB in der Bundesliga wieder ganz oben. "Es ist ein schöner Nebeneffekt", sagt Schmelzer. "Aber wichtig ist, dass die Arbeit, die wir in die Trainingseinheiten stecken, belohnt wird, wenn wir es durchziehen."

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Was andernfalls passiert, merkten die Spieler jüngst in der ersten Halbzeit bei Odds BK: Da geriet der haushohe Favorit Borussia Dortmund mit 0:3 in Rückstand, bevor er noch auf ein 4:3 kam. "Es liegt an uns, jetzt in den nächsten Wochen und Monaten dranzubleiben", sagt Schmelzer. Sollte ihm dies gelingen, dürften die Fragen nach der Nationalmannschaft noch viel öfter kommen.

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Autor: Sebastian Weßling

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