Am Ende war Christoph Zimmermann der gefeierte Held beim 1:1-Remis seines BVB gegen die Sportfreunde Lotte. Dabei fühlte sich der Torschütze ganz anders.

BVB U23

Zimmermann - der tragische Held

Tobias Hinne-Schneider
23. August 2015, 13:16 Uhr
Foto: Ketzer

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Am Ende war Christoph Zimmermann der gefeierte Held beim 1:1-Remis seines BVB gegen die Sportfreunde Lotte. Dabei fühlte sich der Torschütze ganz anders.

Die U23 von Borussia Dortmund lag 90 Minuten lang gegen die Sportfreunde Lotte zurück, dann hatte [person=5991]Christoph Zimmermann[/person] seinen großen Auftritt. Der baumlange Innenverteidiger stocherte eine Flanke von [person=12595]Nikolaos Ioannidis[/person] über die Torlinie zum umjubelten Ausgleichstreffer. Vorausgegangen war ein Freistoß von [person=6169]Philipp Hanke[/person], den die Defensive der Sportfreunde nicht entscheidend klären konnte. Zuvor lag die Mannschaft von Borussia-Coach David Wagner 80 Minuten lang zurück, da Lotte bereits in der zehnten Spielminute durch einen Strafstoß in Führung gegangen war.

[person=22517]Bernd Rosinger [/person]wurde im Strafraum gefoult, Übeltäter, na klar - Christoph Zimmermann. "Das ist ein Elfmeter, das gebe ich zu", sagte der 22-Jährige im Anschluss an die Partie und nahm den frühen Rückstand auf seine Kappe. Für Zimmermann hielten die 90 Minuten aber noch mehr Rückschläge bereit. Nach einer Stunde schoss Tammo Harder einen Freistoß auf direktem Wege ins Tor, Schiedsrichter Bastian Börner verweigerte dem Treffer allerdings die Anerkennung. Wie sollte es anders sein, Schuld war ein Foulspiel von Zimmermann, der die Lotter Mauer durcheinander bringen wollte. "Der Schiedsrichter sagte mir vorher Hände weg, dann drehe ich mich in den Mann, habe meine Arme aber noch vor dem Körper. Er pfeift und sagt, ich hätte den Gegner umgerissen. Die Entscheidung war einfach indiskutabel. Wir betreiben einen Kontaktsport und wenn sowas abgepfiffen wird, gibt es in jedem Spiel 20 solcher Entscheidungen", verstand Zimmermann die Welt nicht mehr.

Nach drei Niederlagen zum Saisonstart holte die Borussia den ersten Punkt in der Regionalliga. Eigentlich sollte sich Zimmermann als Held fühlen, doch die 89 Minuten vor seinem Tor taten ihr Übriges. So rechte Freude über den Punkt wollte auch beim ehemaligen Gladbacher nicht aufkommen: "Wir haben eine gute zweite Halbzeit gespielt, schlussendlich ist es aber nur ein Punkt geworden. Das ist wenig, das wissen wir natürlich auch. Vielleicht ist es ja ein Anfang." Immerhin wurde der letzte Tabellenplatz hinter sich gelassen, zumindest vorübergehend, denn der FC Wegberg-Beek hat noch ein Spiel weniger absolviert. Für Dortmund geht es bereits am Dienstag gegen Aufsteiger Rot Weiss Ahlen weiter, spätestens dann möchte Zimmermann die Tabelle etwas "aufhübschen".

Autor: Tobias Hinne-Schneider

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