Damit hatte auf Seiten der Oberhausener wohl niemand gerechnet: Im Spitzenspiel gegen Alemannia Aachen sind die Kleeblätter mächtig unter die Räder geraten.

RWO-Stimmen zum 1:4

"Das war eine Euphoriebremse"

Martin Herms
23. August 2015, 08:41 Uhr
Foto: Ketzer

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Damit hatte auf Seiten der Oberhausener wohl niemand gerechnet: Im Spitzenspiel gegen Alemannia Aachen sind die Kleeblätter mächtig unter die Räder geraten.

Gefeierter Mann auf Seiten der Kaiserstädter war Abwehrrecke [person=12371]Jannik Löhden[/person]. Der 2,01 Meter große Neuzugang von Viktoria Köln hatte beim 4:1 (2:0)-Sieg im Stadion Niederrhein die absolute Lufthoheit und brachte sein Team mit zwei Kopfballtoren auf die Siegerstraße. Schon in Ahlen hatte er nach einem Standard den Siegtreffer erzielt. In Oberhausen verhinderte lediglich die Latte sogar einen Hattrick. "Mit meiner Größe habe ich natürlich meistens einen Vorteil. Dass es aber so gut laufen würde, hätte ich auch nicht gedacht. Ich bin froh, dass ich diesen wichtigen Sieg einleiten konnte", sagte der 26-Jährige und zog ein positives Gesamtfazit der ersten drei Spiele. "Wir haben trotz eines schweren Programms sieben Punkte geholt. Es läuft wirklich super momentan. Wir sind eine Spitzenmannschaft und stehen zurecht oben."

Das wollten die Kleeblätter nach der Partie ebenfalls von sich behaupten, doch nach der Heim-Klatsche war die Stimmung vorerst im Keller. Kapitän [person=257]Benjamin Weigelt[/person] versuchte Ursachenforschung zu betreiben. "Wir haben nicht schlecht angefangen, dann aber zwei Gegentore nach Standards kassiert. Das müssen wir besser verteidigen, auch wenn Löhden gefühlt 2,10 Meter groß ist. So etwas kann einmal passieren, aber nicht zwei oder drei Mal. Danach wurde es extrem schwierig, speziell als wir das das 0:3 kassiert haben. Nach dem Anschluss hätte es nochmal brennen können, aber leider haben wir zwei Chancen vergeben. Alles in allem haben wir uns das alles natürlich ganz anders vorgestellt", resümierte Weigelt.

Gegen die Lufthoheit von Löhden konnte auch der ansonsten so kopfballstarke [person=2950]David Jansen[/person] nichts ausrichten. Nach dem 0:2 stellte der Sturmtank eigenmächtig auf eine Manndeckung um und folgte dem Aachener Innenverteidiger. Doch auch das konnte Löhden nicht von einem Latten-Kopfball abhalten. Jansen musste eingestehen, dass an diesem Tag kein Kraut gewachsen war gegen den zweifachen Torschützen. "Man hat gesehen, dass es egal war, ob wir im Raum oder gegen den Mann verteidigen. Wenn die Ecken gut kommen, ist Löhden mit seiner Größe kaum zu verteidigen", sagte Jansen, der den Blick auf die kommende Englische Woche richtete. "Es ist gut, dass es schon am Mittwoch für uns weitergeht. Aachen müssen wir deshalb sofort abhaken. Das war eine Euphoriebremse, aber wir können uns schon bald dafür rehabilitieren."

Autor: Martin Herms

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