Der TUSEM Essen hat sein Auftaktspiel gegen die TSG Lu.-Friesenheim nach hartem Kampf mit 26:21 gewonnen. Doch zwei Verletzungen trüben die Stimmung.

Handball

TUSEM Essen muss Auftaktsieg teuer bezahlen

22. August 2015, 09:21 Uhr
Foto: Worm (TUSEM Essen)

Foto: Worm (TUSEM Essen)

Der TUSEM Essen hat sein Auftaktspiel gegen die TSG Lu.-Friesenheim nach hartem Kampf mit 26:21 gewonnen. Doch zwei Verletzungen trüben die Stimmung.

Im ersten Moment nach der Schlusssirene fiel der Jubel beim Handball-Zweitligisten TUSEM Essen riesengroß aus. Doch kurz darauf wurde diese auch schon wieder gedrückt. So wichtig und hart erkämpft der 26:21 (15:12)-Sieg gegen den Bundesliga-Absteiger TSG Ludwigshafen-Friesenheim auch war, so bitter waren auch die Verletzungen von Rechtsaußen Simon Keller und seinem Mitspieler Pasqual Tovornik. Dieser kam gerade erst nach genesener, langwieriger Verletzung zurück ins Team, doch bei einem Abschluss Mitte der zweiten Halbzeit blieb Tovornik liegen und fasste sich an den Oberschenkel. Trainer Stephan Krebietke hofft "nur" auf eine Zerrung, doch es könnte auch etwas Schlimmeres sein.

Das ist wohl der Fall bei Keller. Der 22-Jährige kam nach einem seiner beiden Treffer unglücklich auf und kugelte sich dabei die Schulter aus. Zwar konnte er nach einer Behandlungspause zunächst weiter machen, doch als Keller dann einen Ball oben in der Luft fangen wollte, sprang die Schulter erneut aus dem Gelenk. Es ging für den Rechtsaußen logischerweise nicht mehr weiter. "Wir sind sehr zufrieden mit dem Sieg, haben ihn mit den Verletzungen aber teuer bezahlt", sagte Krebietke im Anschluss an die Partie. Keller wird dem TUSEM wohl länger fehlen, Tovornik kann Glück im Unglück haben.

Zumindest ergebnistechnisch ist man in Essen glücklich. Nach einem gelungenen Start, mit vielen Treffern von Jonas Ellwanger und Lasse Seidel ging der TUSEM mit einer verdienten 15:12-Führung in die Pause. Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich eine spannende Partie. Die Gäste aus Ludwigshafen kamen noch einmal heran und verkürzten gut zehn Minuten vor dem Ende auf 20:22. Ein verwandelter Siebenmeter von Lasse Seidel brachte die Essener nach zehn Minuten ohne eigenes Tor wieder in die Spur. Die rund 1.500 Fans in der Sporthalle "Am Hallo" hielt es die letzten Minuten nicht mehr auf den Sitzen, was die Essener weiter anstachelte. Mit viel Leidenschaft und Kampf konnte die Führung lange gehalten werden. Zudem zeigte TUSEM-Keeper Sebastian Bliß einige überragende Paraden und war somit auch ein Erfolgsgarant für den am Ende doch etwas deutlicheren 26:21-Sieg.

TUSEM will die Halle füllen

"Wir haben es hinten raus clever gemacht. Mit einer stabilen Deckung und einer klasse Torwart-Leistung haben wir das Ding gut über die Bühne gebracht", zog Trainer Krebietke ein positives Fazit. Torhüter Bliß ergänzte: "Das Ergebnis war entscheidend. Wir hatten eine Bomben-Abwehr und es hat total Spaß gemacht. Die Halle füllt sich auch langsam wieder und wir wollen auf jeden Fall bald wieder die 2000-Zuschauer-Marke knacken." Spektakel gab es zum Auftakt jedenfalls genug.

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