Was die Profis können, können wir schon lange! Und so heißen auch einige Oberhausener Amateurklubs die Flüchtlinge in ihrer Umgebung willkommen.

Oberhausen

Klubs heißen Flüchtlinge willkommen

RS
20. August 2015, 09:35 Uhr
Foto: SV Adler Osterfeld

Foto: SV Adler Osterfeld

Was die Profis können, können wir schon lange! Und so heißen auch einige Oberhausener Amateurklubs die Flüchtlinge in ihrer Umgebung willkommen.

So lädt die SpVgg Sterkrade-Nord die Flüchtlinge und Asylsuchenden von der Gabelstraße in Schmachtendorf zum Meisterschaftsspiel gegen BW Oberhausen (Sonntag, 23. August, Anstoß um 18 Uhr) in den Nordler Park ein. "Getreu unserer Philosophie 'Alles was ich über Moral und Verpflichtung weiß, verdanke ich dem Fußball' (Ausspruch des berühmten Französischen Schriftstellers, Philosophen & Nobelpreisträger ALBERT CAMUS (1913-1960), der als Torwart beim Fußballverein Racing Universitaire d´Algier spielte, Anm.d.Red.) freuen wir uns, den Menschen eine Möglichkeit zu geben, unser Vereinsleben kennenzulernen und ihnen somit eine Tür zu öffnen, damit sie am gesellschaftlichen und öffentlichen Leben bei uns in Schmachtendorf teilhaben können", erklärt der Verein seine Aktion. Und so werden am Sonntag circa 80 Kinder und Erwachsene das Landeslga-Derby gegen Blau-Weiß Oberhausen live verfolgen.

Einen Schritt weiter gehen die Fußballer des SV Adler Osterfeld. Der Oberhausener Bezirksligist bietet jeden Freitagnachmittag ab 15.15 Uhr Fußballtraining für Flüchtlinge aus der Flüchtlingsunterkunft in der benachbarten Fröbelschule. Gekickt wird auf dem Kunstrasenplatz an der Siepenstraße.

Die Probleme für eine kurze Zeit vergessen machen

Nachdem sich einige der jungen Männer (und auch Frauen) bereits Spiele des SV Adler im Waldstadion angeschaut und dabei einen sportlich interessierten Eindruck gemacht hatten, entschieden sich die Osterfelder, deren Sportanlage nicht weit von der Flüchlingsunterkunft entfernt ist, den Alltag für die Gäste aus fernen Ländern etwas abwechslungsreicher zu gestalten. Geleitet wird das Training von Dirk Weyers und Daniel Teigelkamp, welche von der Idee begeistert waren und sich für diese Aufgabe auch sofort zur Verfügung stellten. "Mit unterschiedlichsten Übungen und Spaß mit dem Ball, wollen Sie bei den Gästen zumindest kurzweilig die Probleme in der Heimat vergessen machen", erklären die Osterfelder ihre Idee.

Unterstützt wird der Klub dabei vom DRK, der in Person von seiner ehrenamtlichen Miarbeiterin Tina Barrutieta dem Verein bei Problemen zur Seite steht. Sie sollte bei der ersten Trainingseinheit mit Männern aus Albanien, Ghana, Gambia und überwiegend Syrien auch als Dolmetscherin fungieren. Gebraucht wurde sie aber nicht wirklich, schließlich spricht der Fußball überall auf der Welt die gleiche Sprache und schnell konnten Trainer und Spieler miteinander kommunizieren.

Autor: RS

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