„We love Gelsenkirchen“ ist nicht nur das Motto einer Image-Kampagne der Local-e-motion UG, sondern taugt natürlich auch als Schalke-Slogan.

"We love Gelsenkirchen"

S04 und seine Heimatstadt

20. August 2015, 10:07 Uhr
Foto: firo

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„We love Gelsenkirchen“ ist nicht nur das Motto einer Image-Kampagne der Local-e-motion UG, sondern taugt natürlich auch als Schalke-Slogan.

Schließlich war S04 in der abgelaufenen Saison eine ausgesprochene „Heimmannschaft“: In der „Donnerhalle“ holten die Königsblauen starke 35 von 51 Punkten. Diese Heimstärke wollen die Knappen ab Samstag mit dem ersten Heimspiel der Spielzeit 2015/16 nach Möglichkeit sogar noch ausbauen.

„We love Gelsenkirchen“ sagen aber auch einige Schalker Profis, für die die Heimatstadt ihres Klubs auch zu ihrer Heimat geworden ist. RevierSport hat einige von ihnen getroffen. „Gelsenkirchen bedeutet mir sehr viel“, sagt beispielsweise Marco Höger. „Ich habe mich vor viereinhalb Jahren als ich nach Schalke gewechselt bin, ganz bewusst dafür entschieden, auch nach Gelsenkirchen zu ziehen“, verrät Höger. „Köln bleibt zwar Heimat und Bezugspunkt für mich – aber Gelsenkirchen ist der andere.“

Schon viel früher verschlug es Sead Kolasinac nach Gelsenkirchen. „Hier habe ich meine Schule gemacht“, berichtet der gebürtige Karlsruher. „Hier habe ich meine Freunde kennengelernt, nun habe ich ein Haus in Gelsenkirchen. Ich fühle mich einfach sehr wohl hier“, erklärt der zweite „Wahl-Gelsenkirchener.“

Ganz nah dran ist auch Marvin Friedrich, der erst im Internat auf dem Berger Feld wohnte, dann in Buer und nun in Erle. „Wenn man in der Stadt unterwegs ist, trifft man immer Fans und bekommt sofort Feedback zu den Leistungen“, weiß der 19-Jährige um die besondere Beziehung zwischen Stadt und Klub, die in dieser Form in Deutschland einmalig sein dürfte.

Wer wüsste das besser als Kaan Ayhan. „Gelsenkirchen? Das ist Heimat, für immer“, hatte der Abwehrmann, der noch nie für einen anderen Verein als Schalke gespielt hat, im Sommertrainingslager gegenüber RS erklärt. Für ihn hätten die Verantwortlichen keinen Passus in den neuen „Verhaltenskodex“ aufnehmen müssen, in dem geregelt ist, dass Spieler ihren Wohnsitz im Umkreis von 30 Kilometer des Vereinsgeländes zu wählen haben.

„Gelsenkirchen ist Heimat, für immer.“
Kaan Ayhan


In der „Düsseldorf-Debatte“ sind es aktuell Trainer und Manager, die ihrer Vorbild-Funktion noch nicht ganz gerecht werden: Nach RS-Informationen hat Trainer André Breitenreiter noch kein (zweite) Bleibe vor Ort gefunden und pendelt noch zwischen Hannover und Gelsenkirchen. Manager Horst Heldt hat ebenfalls noch keine Wohnung im Revier bezogen, sondern wohnt in der mondänen Landeshauptstadt.

Genau umgekehrt geht es dem gebürtigen Gelsenkirchener Marcel Sobottka, der nun ausgerechnet an die Fortuna verkauft wurde. Das Schlusswort gehört auch einem, der dem ganz speziellen Reiz der „Stadt der 1000 Feuer“ noch nicht erlegen ist – aber trotzdem genau verstanden hat, worum es geht:

„Gelsenkirchen steht für Schalke und Fußball. Der Fußball und die Arena – das sind die Hauptattraktion der Stadt“, erklärt Eric Maxim Choupo-Moting. Da wird ihm wohl kein Gelsenkirchener widersprechen.

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