Andreas Luthe hat in letzter Zeit gut lachen. Fast vier Pflichtspiele dauerte es, bis er das erste Gegentor kassierte.

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Luthe erklärt die Fortschritte in der Defensive

20. August 2015, 09:07 Uhr
Foto: firo

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Andreas Luthe hat in letzter Zeit gut lachen. Fast vier Pflichtspiele dauerte es, bis er das erste Gegentor kassierte.

Die Schießbude der Liga hat geschlossen, doch woran liegt das? RS fragte beim Bochumer Schlussmann nach.

Andreas Luthe, woran liegt es, dass der VfL defensiv besser steht?
Klar ist, dass man es nicht auf die Viererkette oder den Torwart reduzieren kann. Ich glaube, dass unser Offensivspiel noch konsequenter geworden ist. Das klingt vielleicht etwas komisch, aber wenn man viel Ballbesitz hat, dann kann schon mal kein Gegentor fallen. Wir machen im Spielaufbau nur ganz, ganz wenige Fehler im Moment. Wenn wir Platz haben, treten wir sehr souverän auf. Das wenige, dass der Gegner noch in Richtung Tor bringen kann, lässt sich durch konsequentes Verteidigen gut lösen. Man muss sagen, dass die Mittelfeldspieler und Stürmer in dieser Saison defensiv richtig ackern. Das macht den großen Unterschied aus. Wenn das zusammenkommt, ist die Defensivarbeit ordentlich.

Wie das gesamte Team waren Sie sehr defensiv, was eine Prognose für die Saison angeht, wollten erst ein paar Spiele abwarten. Wie sieht es mit der Meinungsbildung mittlerweile aus?
Nein, ich tue mir schwer mit den Prognosen. Ich habe in den letzten Tagen mal einen Blick auf die Tabelle geworfen – war ja ein netter Anblick – und habe mir die anderen Mannschaften angeschaut.

Und was haben Sie festgestellt?
Wir haben in jeder Woche ein Spiel vor der Brust, dass uns unfassbar fordern wird. Man kann die Liga nicht in untere und obere Tabellenhälfte einteilen, das geht momentan noch nicht. Das zeigt, wie eng die Liga ist. Wir können jedes Spiel, wenn es schlecht läuft, verlieren. Wir können aber auch jedes gewinnen, wenn wir so auftreten wie in den letzten Wochen. Ich bin unfassbar gespannt, wo das hinführt, weil wir als Team im Moment ein sensationelles Gefühl haben. Jeder weiß, was er zu tun hat, und kann sich auf seinen Nebenmann verlassen. Das gibt eine unheimliche Sicherheit. Solange das so ist, werden wir viele Punkte holen. Wohin das letztendlich führt, dass werden wir im Verlauf der Saison sehen.

In der Rückrunde war man froh, wenn elf Spieler richtig fit waren. Mittlerweile hat die Qualität deutlich zugenommen, der Kampf um die Plätze ist intensiver geworden...
Allein die Rückkehr von Jan Simunek und Tobias Weis ist ein großer Zugewinn. Wenn man solche Spieler in der Hinterhand hat, kann man sich glücklich schätzen. Sie mussten sich lange zurückkämpfen und man merkt, dass sie wieder in die Mannschaft drängen. Das allein hat uns besser gemacht. Man darf ja auch nicht vergessen, dass wir noch viele junge Spieler im Kader haben, die noch viel lernen müssen. Die Qualität ist schon hoch, bei manchen Spielern fehlt aber noch ein bisschen die Erfahrung.

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