In den ersten 30 Minuten des Spiels zwischen der Spvg Schonnebeck und dem 1. FC Mönchengladbach legen die Essener den Grundstein für den souveränen 2:0-Erfolg.

Spvg Schonnebeck

Keine Angst vor dem KFC und Idrissou

Miguel Thome
17. August 2015, 10:07 Uhr
Foto: Tillmann

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In den ersten 30 Minuten des Spiels zwischen der Spvg Schonnebeck und dem 1. FC Mönchengladbach legen die Essener den Grundstein für den souveränen 2:0-Erfolg.

Für beide Mannschaften war das Spiel am Schettersbusch eine Premiere, liefen sie doch erstmals in der Vereinsgeschichte in der Oberliga auf. Starkregen hatte den Amateurfußballbetrieb im Revier am Wochenende gestört, Schonnebeck konnte der Premiere mit seinem Kunstrasenplatz vor 398 Zuschauern aber einen würdigen Rahmen bieten.

Von Beginn an wirkte die Mannschaft von Dirk Tönnies aufmerksamer und den einen Schritt schneller als der Gegner. Nach nervösen ersten zehn Minuten sorgte dann eine Standardsituation für das erste Oberliga-Tor der Essener überhaupt. Der starke [person=4177]Georgios Ketsatis[/person], der letzte Saison noch für den FC Kray auflief, schlug eine Ecke von rechts, der Gladbacher Keeper Peter Dreßen unterlief die Hereingabe, sodass Innenverteidiger und Neuzugang [person=1507]Kai von der Gathen[/person] keine Probleme hatte, den Ball per Kopf über die Linie zu drücken (11.). Die frühe Führung spielte den Gastgebern in die Karten.

Schlüsselmoment Elfmeter und Platzverweis

Nur wenige Minuten nach der Führung wurde Ketsatis im Sechzehner freigespielt, umkurvte den herausgeeilten Schlussmann Dreßen – und fiel. Der Schiedsrichter zögerte nicht und zeigte auf den Punkt, zudem gab es noch die Rote Karte wegen der Notbremse. Die Mönchengladbacher konnten diese Entscheidung nicht fassen, reklamieren auf Schwalbe und bezogen auch den Linienrichter mit ein. „Das war kein Foul, ich stand direkt daneben“, war sich Gladbachs Kapitän [person=13207]Dominik Dohmen[/person] sicher. Ersatzkeeper [person=25075]Johannes Kultscher[/person] kam für Dennis Richter in die Partie und musste direkt den Ball aus dem Netz holen, Gathen übernahm erneut Verantwortung und netzte nervenstark ein (19.). Die beruhigende Führung und die Überzahl gaben Schonnebeck zunächst Sicherheit, gegen Ende der ersten Hälfte fehlten aber die letzte Konsequenz und der letzte Wille. „Die erste halbe Stunde war überragend, durch die Rote Karte haben wir aber ein bisschen den Faden verloren“, musste auch Kapitän [person=6689]Matthias Bloch[/person] eingestehen.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit wollte es der 1. FC Mönchengladbach dann unbedingt noch einmal probieren und präsentierte sich trotz Unterzahl auch deutlich formverbessert. Wirkliche Torgefahr konnten die Blau-Schwarzen allerdings nicht produzieren, das Spiel war geprägt von vielen Unterbrechungen. Mit fortschreitender Dauer bot sich den Gastgebern ob der Führung immer mehr Raum für Kontergelegenheiten, die aber allesamt nicht mit letzter Zielstrebigkeit zu Ende gespielt wurden. Dass die Gladbacher ihre Defensive so weit öffneten und dem Gegner Platz gaben, war indes Teil des Plans von Übungsleiter Houben. „Mir war klar, entweder kriegen wir fünf Dinger oder wir machen einen und sind wieder im Rennen. Ein Anschlusstreffer hätte mich interessiert.“ Dass letztendlich beides nicht eintraf, war der Abschlussschwäche und gut organisierten Defensive der Essener zuzuschreiben, die das 2:0 sicher über die Zeit brachten und sich am Ende über die ersten drei Punkte in der jungen Oberliga-Geschichte freuen durften.

Keine Angst vor Uerdingen

„Wir haben super angefangen in den ersten 30 Minuten und auch, wenn wir in der zweiten Halbzeit gerne ein drittes Tor nachgelegt hätten, war das ein sehr souveräner Auftritt von uns“, erklärt Schonnebecks 10er [person=4184]Kevin Barra[/person]. Und auch vor dem Spiel beim Topfavoriten Uerdingen am kommenden Sonntag bangt es ihm nicht. „Wir fahren nicht nur nach Uerdingen, um uns das schöne Stadion anzugucken. Wir haben drei Spieler im Kader, die da schon gewonnen haben. Wir werden versuchen auf Sieg zu spielen“, ist die Ansage klar. Auch Innenverteidiger Bloch, der es dann mit Mo Idrissou zu tun bekommen könnte, hat keine Angst und vertraut auf die eigene Stärke. „Wir sind ein Team, eine Mannschaft. Die haben viele zusammengekaufte Spieler, vielleicht können wir was entführen“.

Autor: Miguel Thome

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